Er verwies in seinen Ausführungen auf die vielen Leistungen, die in den verschiedensten Bereichen in den Gemeinden erbracht wurden. Die vielen Maßnahmen seien nicht zuletzt Dank der Autonomie möglich gewesen. „Welche Möglichkeiten gibt uns die Autonomie zwischen Land und Gemeinden? Wenn wir den ländlichen Raum lebendig erhalten wollen, müssen wir dort Arbeitsplätze schaffen und erhalten“, so Durnwalder. „Abwanderung aufhalten“ „Die verschiedenen Pfeiler der Wirtschaft müssen auch im ländlichen Raum unterstützt werden, nicht zuletzt als Grundlage für die Lebensqualität sowie für die Tradition und den Fortschritt.“ Für Klein- und Mittelbetriebe brauche es entsprechende Entwicklungsmöglichkeiten. Von der schönen Landschaft alleine könne niemand leben. „Die Gemeinden müssen aber bereit sein, die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen, und das Land muss die Gemeinden dabei unterstützen.“ Oberstes Ziel sei es, die Abwanderung aus dem ländlichen Raum abzuwenden. Auch für die studierende Jugend müssten entsprechende Arbeitsmöglichkeiten geschaffen werden.Als zweiten Punkt sprach Landeshauptmann Luis Durnwalder die Wohnmöglichkeiten an. „Wir wollen, dass unsere Familien, dass jede Südtirolerin und jeder Südtiroler, in ihrer Gemeinde eine Wohnmöglichkeit finden, im Eigentum oder in Miete.“ „Alle drei Sprachgruppen sollen sich zu Hause fühlen“ Hierbei sei die Urbanistik auf Gemeindeebene in besonderer Weise gefragt. Der besondere Einsatz gelte in Zukunft auch der Verhinderung des Ausverkaufs der Heimat. „Auch in diesem Bereich müssen sich Land und Gemeinden gegenseitig ergänzen“, unterstrich Durnwalder. Aber auch die Verkehrsinfrastrukturen müssten gemeinsam realisiert werden. Für die Lösung des Verkehrsproblems brauche es Mut und Entschiedenheit für Neues.Auch im Bereich Kultur sind Land und Gemeinden Partner. Kultur schaffe Identifikation mit der Heimatgemeinde und leiste einen wesentlichen Beitrag zu einer lebendigen Dorfgemeinschaft. Nicht ohne Stolz verwies der Landeshauptmann auf die 3.400 Verbände und Vereine, die von den 116 Gemeinden gezählt werden. Das Ehrenamt sei unverzichtbar und fördere den Zusammenhalt. Deshalb müssten vor Ort die nötigen Einrichtungen dafür geschaffen werden. Zur Zusammenarbeit zwischen den drei Volksgruppen erklärte Landeshauptmann Luis Durnwalder, dass es wichtig ist, dass sich alle drei Volksgruppen in unserem Land zu Hause fühlen.Thema Einwanderung: „Kein Schüren von Hass“ "Sie sollen ihre eigene Identität bewahren können, aber sich auch gegenseitigen Respekt zollen.“ Das nötige Verständnis und eine gewisse Offenheit brauche es auch beim Thema Einwanderung. Mit dem Schüren von Hass könnten keine Probleme gelöst werden.Bezüglich Gemeindefinanzen betonte Durnwalder, dass man zurzeit daran arbeite, die Gemeindefinanzierung auf eine neue Basis zu stellen. Dies erfordere auch das solidarische Denken zwischen den Gemeinden. Unverschuldet verschuldete Gemeinden bräuchten eine größere Unterstützung. „Ein Ausgleich ist notwendig, und über diesen werden wir in der nächsten Zeit reden müssen.“Von den geplanten Dorferneuerungskonzepten dürften sich die Menschen keine Wunder erwarten. Es müsse aber an eine sinnvolle Planung für die Zukunft gedacht werden.Der Landeshauptmann appellierte an die Delegierten, sich zu freuen. „Wir haben Grund zur Freude, weil wir gemeinsam viel erreicht haben!“, so Durnwalder.