Montag, 15. Juni 2020

Dutzende Soldaten in Mali getötet oder vermisst

Im westafrikanischen Mali sind dutzende Soldaten bei einem Angriff von Jihadisten getötet worden – oder sie werden vermisst. Ein Militärkonvoi der malischen Armee sei am Sonntag in Buka Weré im Südosten von Diabaly in Zentralmali angegriffen worden, teilte ein Armeevertreter am Montag mit.

Das Schicksal zahlreicher Soldaten ist unklar.
Das Schicksal zahlreicher Soldaten ist unklar. - Foto: © shutterstock
Ein Teil der Soldaten konnte sich retten, doch nur rund 20 von 64 Armeeangehörige in dem Konvoi hätten sich gemeldet. Das Schicksal der anderen ist noch unklar.

Es handelte sich um den jüngsten in einer ganzen Serie von Angriffen durch jihadistische Gruppen auf die Armee. Hunderte Soldaten wurden dadurch in den vergangenen Monaten getötet.

Der Sahel-Staat Mali kommt seit Jahren nicht zur Ruhe. 2012 hatten mehrere überwiegend islamistische Gruppierungen die Kontrolle über den Norden Malis übernommen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein. Doch trotz der Präsenz tausender internationaler Soldaten herrscht weiter Instabilität in dem westafrikanischen Land.

Frankreich hat für seine Anti-Terror-Mission „Barkhane“ mehr als 5000 Soldaten in der Sahel-Zone stationiert. Auch die deutsche Bundeswehr ist in Mali im Einsatz.

apa/afp

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