Peter Brugger war ebenso ein politisches Urgestein wie Alfons Benedikter. Brugger (1920-1986) war Landesrat für Landwirtschaft, Senator in Rom und Anführer der Paketgegner. Sein Handschlag mit Silvius Magnago 1969 im Meraner Kursaal nach dem knappen Ja zum Südtirol Paket ging in die Geschichte ein. Benedikter (1918-2010) war 34 Jahre lang Mitglied der Südtiroler Landesregierung und gehörte dem Landtag sogar 50 Jahre lang an. Er war Magnagos Chefunterhändler in Rom in Sachen Autonomie.<BR /><BR />Alfons Benedikters Sohn Rudolf (Rudi) ist ein Urgstein der Bozner Politik, gehört er doch seit drei Jahrzehnten - mit einer kleinen Unterbrechung als Stadtviertelrat - dem Gemeinderat an. Vormals Bürgerlistler kandidiert er diesmal erneut für die Grünen, und zwar in Begleitung von Cornelia Brugger, einer Kindergärtnerin, Gewerkschafterin und - Großnichte des SVP-Senators Peter Brugger.<BR /><BR />Da durfte die SVP wohl nicht tatenlos bleiben. Für das Bozner Edelweiß tritt diesmal unter anderen Jakob Baldur Brugger an, Enkel des SVP-Senators Peter und Sohn des langjährigen SVP-Landesparteiobmannes und Parlamentariers Siegfried Brugger, dessen politische Karriere übrigens 1985 auch im Bozner Gemeinderat begann.<BR /><BR />Und weil wir schon bei den Dynastien sind: auf der SVP-Liste stehen Christoph Buratti, der selbst seit vielen Jahren in der Rathauspolitik mitmischt und dessen Vater Erich bereits Vizebürgermeister und Landtagsabgeordneter war. Außerdem kandidieren Jan Konder (Sohn des SVP-Bürgermeister-Kandidaten Stephan) und Lukas Paul Steger, dessen Vater SVP-Landesparteiobmann und Parlamentarier ist.<BR /><BR />Irgendwie scheint die Bozner Gemeinderatspolitik auch familiär prägend zu sein.