<b>von Elmar Pichler Rolle</b><BR /><BR />Angestoßen wurden die Pläne von Martha Stocker. Die Obfrau der Silvius-Magnago-Stiftung richtete anlässlich des 16. Todestages von Silvius Magnago am 25. Mai dieses Jahres ein Schreiben an den Landeshauptmann und an die Mitglieder der Landesregierung. <BR /><BR />Darin heißt es: „Dem Architekten und Vater dieser Autonomie ist im Gegensatz zu anderen, sicher für das Land nicht so entscheidenden Persönlichkeiten, noch kein Denkmal gesetzt. Dabei wäre die prägende Gestalt von Landeshauptmann Silvius Magnago sicher etwas, was immer wieder daran erinnern könnte, wie schwer es war, in einem durch Diktaturen und Krieg gezeichneten Land den Wert der Gerechtigkeit, des Ausgleichs, des Friedens, der demokratischen Mitbestimmung zu leben … Daher ersuchen wir als Silvius-Magnago-Stiftung darum, am Silvius-Magnago-Platz ein bleibendes Denkmal für ihn auszuschreiben und in Auftrag zu geben und damit den Werten, denen er verpflichtet war, mit eines zu setzen.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1340856_image" /></div> <h3>Zwei Denkmäler auf selbem Platz nicht möglich</h3>Landeshauptmann Arno Kompatscher hat die Idee sofort aufgegriffen. Am vergangenen Freitag wurde sie in der Landesregierung behandelt. „Ich wollte mich zuvor mit dem Bozner Bürgermeister und mit den zuständigen Landesräten abstimmen“, erklärt Kompatscher auf Nachfrage. Für ihn war auch klar, dass für den König-Laurin-Brunnen ein neuer Standort gefunden werden muss, wenn auf dem Platz vor dem Landtag und dem Palais Widmann ein Denkmal für Silvius Magnago errichtet wird. „Das Denkmal muss wohl eher zentral stehen und zwei Denkmäler sind nicht möglich“, so Kompatscher. <BR /><BR />Auch ist ihm bewusst, dass die Geschichte rund um diesen Brunnen oftmals ein Politikum ersten Ranges war – mit ziemlich entgegengesetzten Ansichten. Für viele Boznerinnen und Bozner, die ethnisch oder politisch geleitete Interpretationen kaum interessieren, gehört der Laurin-Brunnen an seinen ursprünglichen Standort an der Bozner Wassermauer. <BR /><BR />Bozens Bürgermeister Claudio Corrarati findet diese Idee nicht schlecht, doch er könnte sich den Laurin-Brunnen auch am Ende der Laurin-Straße vorstellen, vor den Zufahrten in die Gassen der Bozner Altstadt.<BR /><BR />Vor allem aber möchte die Stadtverwaltung, die den Vorschlag des Denkmales für Magnago unterstützt, zugleich den Alice Berloffa gewidmeten Park aufwerten. Bürgermeister Corrarati hat sich mit Landeshauptmann Kompatscher deshalb darauf verständigt, dass die roten Stelen, die auf dem Magnago-Platz den Weg der Südtirol-Autonomie erzählen, künftig auch im Berloffa-Park stehen werden. „Das ist für mich wichtig, denn somit verbindet man die beiden Erinnerungsstätten – jene am Platz und jene im Park – und die Geschichte der Autonomie entwickelt sich ja auch ständig weiter.“<BR /><BR />Das Land wird den Südtiroler Künstlerbund beauftragen, einen internationalen Wettbewerb durchzuführen, um Silvius Magnago ein würdiges Denkmal auf jenem Platz zu setzen, der seit 16 Jahren seinen Namen trägt und an dem sich der Landtag und die Amtsräume des Landeshauptmannes befinden. Alle anderen Schritte – Ausdehnung des Autonomie-Parcours und neuer Standort für den König-Laurin-Brunnen – erfolgen in enger Absprache zwischen Landes- und Stadtverwaltung.<h3> Der lange Weg des Laurin-Brunnens</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="1340859_image" /></div> <BR /><BR /> Der Laurin-Brunnen ist ein Werk der Bildhauer Andreas Kompatscher und Arthur Winder und wurde im Mai 1907 auf der Bozner Wassermauer aufgestellt. 1933 wurde der Brunnen von den Faschisten zerstört, anschließend erst ins Bozner Stadtmuseum, dann ins Kriegsmuseum nach Rovereto gebracht. Erst 1993 wurde er nach Bemühen der Kulturlandesräte Anton Zelger und Bruno Hosp wieder nach Bozen gebracht und 1996 auf dem heutigen Silvius-Magnago-Platz vor dem Landtagsgebäude und dem Palais Widmann aufgestellt . <Rechte_Copyright></Rechte_Copyright>