Canestrini wurde 1922 in Rovereto geboren und widmete sein Leben dem Kampf gegen Faschismus und Nationalsozialismus.Er setzte sich als Rechtsanwalt für Opfer der Mafia ein, aber auch für Überlebende der Konzentrationslager, der inhaftierten Südtirol-Attentäter und anderen, die dem Faschismus, dem Nationalsozialismus oder dem Verbot auf freie Meinungsäußerung zum Opfer fielen.„1963 stellte er als Anwalt der gefolterten Südtiroler Häftlinge im Trienter Carabinieriprozess die Vertuschungs-Praktiken des Staates, der Carabinieri und der Gerichtsbehörden an den Pranger und erklärte im Gerichtssaal, dass das Dulden der Tortur jenem rassistischen Denken entspringe, aus welchem einst der Faschismus und der Nationalsozialismus entstanden seien“, schreibt Roland Lang vom Südtiroler Heimatbund.Ebenso verteidigte Canestrini im großen Mailänder Südtirolprozess die angeklagten Südtiroler Freiheitskämpfer.1993 überreichte ihm der Südtiroler Schützenbund den „Ehrenkranz“ für die „Verteidigung der demokratischen Bürgerrechte“, 2006 wurde ihm für seinen „tätigen Einsatz um die Menschenrechte“ das „Verdienstkreuz des Landes Tirol“.stol