Freitag, 26. Juni 2015

"Ein politischer Mordversuch an der Stadtregierung"

Es war ein Dolchstoß aus den eigenen Reihen, so SHB-Obmann Roland Lang. Er meint SVP-Mitglied Anna Pitarelli, die Nein zu einer Stadtregierung sagte. "Es war ihr bewusst", so der Obmann des Südtiroler Heimatbundes, dass sie damit Bozen für Monate unter eine kommissarische Verwaltung bringen hätte können und Neuwahlen im Herbst die Folge gewesen wären.

Roland Lang zu den Entwicklungen in Bozen.
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Roland Lang zu den Entwicklungen in Bozen.

Die von ihr als Ausrede verkündete „Erneuerung“ hätte unter einer kommissarischen Leitung von Bozen sicher nicht stattgefunden. Von einem politischem Mordversuch an der Stadtregierung schreibt Lang.

Egoistische und brüchige Liste

"Die bereits in der Vorwahlzeit von der SVP in Bozen gemachten Fehler haben sich nun gerächt", so Obmann des Südtiroler Heimatbundes. Anstatt die anderen deutschen Parteien wegen der besonderen Situation in Bozen zu Gesprächen einzuladen, sei mit der Benko-Gruppe eine"egoistische, äußerst brüchige Liste zusammengebastelt".

Die nur knapp abgewendeten Neuwahlen in Bozen seien die Folge dieser Zusammenarbeit. 

In den Rücken fallen

Das Benko-Projekt des Nordtiroler Investors sei von vielen Bürgern in Bozen als Aufwertung eines heruntergekommenen Stadtteils in Bozen begrüßt worden. "Sollte sich Benko aber für die Umsetzung des Projektes solcher Methoden bedienen wie seine Vertreterin Pitarelli, die im Gemeinderat der eigenen Partei in den Rücken gefallen ist, wird er sich alle Sympathien verspielen", so Lang.

stol

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