Freitag, 28. September 2018

Ein Wahlplakat mit bitterem Nachgeschmack

Plötzlich waren sie da: Über Nacht hat die Bewegung CasaPound in Bozen und Umgebung ihre neuen Wahlplakate angebracht. Zwischen der aktuellen Landesregierung und dunkelhäutigen Menschen steht in großen Lettern: „Ripulire l’Alto Adige – Südtirol reinigen“.

In den sozialen Medien hat das Wahlplakat am Freitag bereits für Diskussionen gesorgt. 1000 Stück des Plakates wurden gedruckt, sagt Andrea Bonazza von CasaPound. In den kommenden Tagen sollen sie in ganz Südtirol aufgehängt werden.

Foto: DLife

Foto: DLife

Südtirol reinigen. Doch wovon? „Einmal von einer unfähigen Landesregierung, die die ganzen Flüchtlinge überhaupt erst ins Land hineingelassen hat, und für die nun, wenn Rom den Geldhahn zudreht, der Südtiroler aufkommen muss. Und von illegalen Einwanderern“, erklärt Bonazza.

Wie man diese von anderen unterscheiden könne? „Ganz einfach: 5 Prozent sind legal mit Aufenthaltsgenehmigung hier. Die dürfen bleiben. Die restlichen 95 Prozent müssen gehen.“ Ganz einfach - sagt zumindest CasaPound.

stol

stol