Benedikt Galler ist die fleischgewordene Kommunalpolitik. Das mag auch mit seiner Herkunft zu tun haben. Vater Oswald war Bürgermeister von St. Lorenzen. Trotzdem stand Galler nie gern im Rampenlicht. „Ich war immer froh, wenn ich nicht in der Zeitung stand. Ich bin nicht so wichtig“, meint er. <BR /><BR />Zum Gemeindenverband kam Jurist Galler im fernen 1987, also vor fast 40 Jahren, nach einer Arbeitserfahrung im Assessorat für öffentliche Arbeiten. Ende 1992 trat er als Nachfolger von Ferdinand Willeit als Geschäftsführer in große Fußstapfen. <BR /><BR />Im Verlauf seiner langen Karriere hat Galler mit sieben Präsidenten gearbeitet: Erwin Walcher, der ihn in den Verband holte, Hans Zelger, Franz Alber, Arnold Schuler, Arno Kompatscher, Andreas Schatzer und seit August 2025 Dominik Oberstaller. <BR /><BR />„Ich habe immer Gallers Loyalität und seinen Einsatz geschätzt“, sagt Schuler. Auch um die Dienstleistungen und die EDV im Betrieb habe sich Galler verdient gemacht. Im Laufe des Jahres geht Galler nun in Pension. „Im Laufe des Jahres deshalb, weil sich Galler bereit erklärt hat, seinen Nachfolger einzuführen“, sagt Oberstaller.<h3> Aufruf läuft noch für zwei Wochen</h3>Deshalb ist die Suche nach dem neuen Geschäftsführer bereits im Gange. Seit drei Wochen und wahrscheinlich noch für weitere zwei Wochen läuft ein Aufruf. Voraussetzungen sind u. a. mehrjährige Führungserfahrung, idealerweise in der öffentlichen Verwaltung, sowie ein Hochschulstudium, bevorzugt juridischer Ausrichtung. Gefragt ist unternehmerisches Denken und Verhandlungsgeschick, denn der Gemeindenverband hat derzeit fast 100 Mitarbeiter. <BR /><BR />Der Verband erbringt Dienstleistungen für alle Gemeinden und bereitet Gutachten der Gemeinden zu Landesgesetzen vor. Insofern ist der Job einer der interessantesten im Land. Von Müll und Raumordnung bis hin zum Sozialen führt kein Weg an den Gemeinden vorbei. Laut Oberstaller sind bereits zahlreiche Bewerbungen eingegangen.