Freitag, 29. März 2019

Einheitliche Beschilderung statt Rodelgesetz?

Informationskampagnen ja, Sicherheitsmaßnahmen ja, Sensibilisierung ja – ein eigenes Rodelgesetz sieht SVP-Fraktionssprecher Gert Lanz als überzogen an.

SVP-Fraktionssprecher Gert Lanz. - Foto: DLife
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SVP-Fraktionssprecher Gert Lanz. - Foto: DLife

„Regeln schaffen zusätzliche Bürokratie, beschränken unsere Freiheit und reduzieren die Eigenverantwortung. Wir sollten sie wirklich nur dort einführen, wo es sie unbedingt braucht", so Gert Lanz.

Auch Landtagsabgeordneter und Präsidialsekretär Franz Locher sieht im Rodelgesetz keinen großen Wurf: „Das ist keine Lösung. Freizeitunfälle passieren auch da, wo es bereits Reglements gibt. Wir müssen viel mehr an die Eigenverantwortung der Menschen appellieren – immer und immer wieder! Und das funktioniert bestimmt nicht mit einem zusätzlichen Gesetz.“

Einheitliche Beschilderung als Gegenvorschlag

Er fragt sich, wie das Rodelgesetz dann umgesetzt werden solle, wer beispielsweise die Kontrollen durchführen werde und die Strafen verhänge. Für ihn und SVP-Fraktionssprecher Lanz ist klar, dass ein weiteres Gesetz hier nicht die Lösung des Problems sein kann.

„Dann brauchen wird bald auch ein Klettergesetz, ein Schwimmgesetz, ein Reitgesetz… das kann es nicht sein. Und die Südtiroler werden keine große Freude daran haben: Noch mehr Regeln, noch mehr Verbote! Investieren wir lieber mehr in eine gute und einheitliche Beschilderung, in eine bessere Information und in zusätzliche Sensibilisierungskampagnen, die saisonal eingesetzt werden und in Richtung Eigenverantwortlichkeit gehen“, sagt Lanz.

Helmpflicht einführen und Sensibilisierung ausweiten

Auch Landeshauptmann und Sportlandesrat Arno Kompatscher kann einem Rodelgesetz wenig abgewinnen. Sehr wohl sei eine Helmpflicht für Kinder und Jugendliche notwendig und sinnvoll, die Sensibilisierung sei auszuweiten und zu forcieren zum Beispiel über Schulen, Verbände und Liftbetreiber.

stol

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