Und zwar bis Jahresende 2027. „Um inzwischen das neue Verfahren abzuwickeln und 2028 mit dem neuen Betreiber durchzustarten“, sagt Landesrat Daniel Alfreider.<BR /><BR />Doch der Reihe nach: Zwei Angebote vom italienischen Bahnunternehmen Trenitalia und der SAD Nahverkehrs AG waren im Februar 2025 bei der Agentur für öffentliche Verträge eingegangen, um Südtirols Bahndienst für die Brennerlinie, im Pustertal, auf der Linie Bozen – Meran sowie im Vinschgau ab 2025 bis 2040 zu übernehmen. Die Ausschreibungssumme betrug 1,64 Milliarden Euro. Doch statt eines Zuschlags kam es anders.<BR /><BR /> Im März 2025 gab das Verwaltungsgericht Bozen einem Rekurs des Unternehmens „Arriva Italia“ statt und annullierte das Verfahren. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass zwei Ergänzungen im Mai und Juni 2024 zu Vertragsdauer, Zahl der geforderten Zugkilometer und Art der Dienstleistung die „Bedingungen grundlegend verändert“ hätten.<BR /><BR /> Anderen Bewerbern sei es unmöglich gewesen, sich wettbewerbsfähig an der Ausschreibung zu beteiligen. Das Land rekurrierte vor dem Staatsrat, was am Fakt aber nichts änderte, dass der Dienst für die bisherigen Betreiber SAD und Trenitalia bis 13. Juni 2026 verlängert werden musste.<h3> Ausschreibung frühestens Herbst 2026</h3>Heute wird die Landesregierung eine weitere Verlängerung beschließen – diesmal für eineinhalb Jahre. „Wir arbeiten voll an der neuen Ausschreibung und haben bereits Anhörungen und vieles mehr hinter uns“, sagt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Allerdings muss der neue Wettbewerb laut Vorgaben der Europäischen Union mindestens zwölf Monate im EU-Portal vorangekündigt worden sein, bevor er tatsächlich veröffentlicht werden kann. <BR /><BR />„Wir können die Ausschreibung also frühestens Ende September 2026 veröffentlichen“, sagt Alfreider. Durch die Verlängerung um eineinhalb Jahre garantiere man den Dienst während des gesamten Verfahrens. Um mit Jänner 2028 mit den neuen Betreibern durchzustarten – wer immer das sein wird.