Ein Mann, der wegen Mordes an fünf Frauen verurteilt worden war, wurde in Ghasvin westlich von Teheran am Freitag öffentlich gehängt. Laut der Menschenrechtsorganisation „Iran Human Rights“ mit Sitz in Oslo war ein junger Bub (siehe Foto) bei dieser Hinrichtung der Henker. Er warf den Stuhl um, auf dem der Verurteilte stand.„Iran Human Rights“-Sprecher Mahmood Amiry-Moghaddam verurteilte die "barbarischen Exekutionen". Vor allem die Teilnahme eines Minderjährigen daran müsse von der Weltgemeinschaft verurteilt werden, so Amiry-Moghaddam.Weitere Verurteilte wurden ebenfalls am Vortag in der südiranischen Stadt Schiras öffentlich hingerichtet, auch dort durch den Strang.Sie waren wegen Raubüberfällen und Entführung verurteilt worden. Zudem wurden sechs Drogenhändler in Gefängnissen im Norden und Südwesten des Landes gehängt. Im Iran droht die Todesstrafe unter anderem bei Mord, Vergewaltigung, Raubüberfällen und Drogenhandel, wenn es um mehr als fünf Kilogramm Suchtgift geht. Auch Minderjährige können im Iran zum Tod verurteilt werden.stol/apa/dpa