Freitag, 20. März 2020

Endlich: Auch Bayern sperrt zu

Die Vernunft hat gesiegt. Bayern verhängt als erstes Bundesland Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus. Dies gelte ab Freitag Mitternacht für vorläufig 2 Wochen, sagte Ministerpräsident Markus Söder am Freitag in München. Auch die Gastronomie wird geschlossen.

Es gebe trotz der bereits verhängten Maßnahmen nach wie vor noch sehr viele Gruppenbildungen. „Wir können das nicht mehr akzeptieren“, sagte CSU-Chef Markus Söder am Freitag.
Es gebe trotz der bereits verhängten Maßnahmen nach wie vor noch sehr viele Gruppenbildungen. „Wir können das nicht mehr akzeptieren“, sagte CSU-Chef Markus Söder am Freitag. - Foto: © APA (dpa) / Sven Hoppe
Es gebe trotz der bereits verhängten Maßnahmen nach wie vor noch sehr viele Gruppenbildungen. „Wir können das nicht mehr akzeptieren“, sagte der CSU-Chef.

Es gehe der Landesregierung aber nicht darum, jetzt alles zuzusperren und einen „Lagerkoller“ zu verursachen. „Frische Luft tut gut“, sagte Söder. Auch könne jeder nach wie vor in die Arbeit gehen, insofern dies notwendig sei und nicht von zu Hause aus gemacht werden könne. Allerdings dürfe es keine Menschenansammlungen mehr geben.

„Wir werden auch die Gastronomie ab morgen grundlegend schließen“, sagte Söder. „Keine Gastronomie hat mehr geöffnet, nur noch, wenn es um to go, Drive-in oder entsprechende Lieferungen geht. Dies ist auch etwas, was nahezu alle Bundesländer jetzt umsetzen wollen.“

Weitergehende Maßnahmen seien zudem denkbar. Inwieweit der Bund dem Beispiel Bayerns folgen wird, ist offen. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird mit den Ministerpräsidenten der Länder am Sonntag über die Notwendigkeit weiterer Schritte beraten.

dpa/stol