Amtsinhaber Boris Tadic blieb mit 47,35 Prozent um 2,16 Prozent zurück. Die staatliche Wahlkommission teilte dies am Montag nach Auszählung von 99,07 Prozent der Stimmzettel mit.Die äußerst niedrige Wahlbeteiligung belief sich auf 46,32 Prozent. Ganze 3,15 Prozent der Stimmzettel waren zudem ungültig.Die amtierende Präsidentin und bisherige Parlamentspräsidentin Slavica Djukic-Dejanovic erklärte unterdessen, dass der Termin für die Angelobung Nikolics als neuer Präsident Serbiens Anfang nächster Woche festgelegt werde.Derzeit gebe es zwei Möglichkeiten: Nikolic könnte den Amtseid entweder vor dem scheidenden Parlament ablegen, oder aber vor dem am 6. Mai neu gewählten. Die neue Volksvertretung muss sich bis zum 9. Juni konstituieren. EU mahnt neuen Staatschef SerbiensDie Europäische Union hat den gewählten künftigen Staatschef Serbiens, Tomislav Nikolic, zu einer Änderung der Kosovopolitik gemahnt.Voraussetzung für den EU-Beitritt Serbiens sei eine „sichtbare und nachhaltige Verbesserung in den Beziehungen“ zum Kosovo, schrieben der ständige EU-Ratsvorsitzende Herman Van Rompuy und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Montag in einem Glückwunschschreiben.„Serbien muss seinen Willen zu Kooperation und Versöhnung in der Region demonstrieren“, heißt es darin.Die EU unterstütze Nikolic bei Schritten in diese Richtung – erst dann könnten die Beitrittsverhandlungen beginnen. Weitere Reformen und „Fortschritte im Dialog zwischen Belgrad und Pristina“ seien notwendig.Unter Nikolic – der sich vom Extremisten zum Europäer gewandelt hat – dürfte sich die Politik Serbiens gegenüber seiner früheren Provinz Kosovo nicht ändern.Nikolic hat immer wieder betont, dass Serbien auf Brüssel verzichten werde, wenn die Anerkennung des heute selbstständigen Kosovos die Bedingung für einen EU-Beitritt des Landes sein sollte.apa/afp/dpa