Dies hatte der „Tiroler Informationsdienst“ (TID) in einer Presseaussendung behauptet. Wer genau hinter diesem Informationsdienst steckt ist unbekannt. Tatsache ist, dass dieser Dienst regelmäßig eine Newsletter versendet und scheinbar über die Schützenszene in Süd- und Nordtirol gut informiert ist.In der E-Mail von Mittwoch beteuert der „TID“ wörtlich, dass seit Ende des Tiroler Gedenkjahres (Samstag, 20. Februar, A. d. R.) täglich „unwillkommene Post“ auf den Tisch des Nordtiroler Landeshauptmannes flattere. Es handle sich dabei zumeist um Briefe von Südtiroler Schützen, so der „TID“ weiter. Darin werde dem Nordtiroler Landeshauptmann mitgeteilt, dass er die Erinnerungsmedaille samt Dankesschreiben behalten könne. Der Grund dafür laut „TID“: Ein Teil der Südtiroler Schützen (die Burggräfler Schützen, A. d. R.) habe Platter und Landeshauptmann Luis Durnwalder bereits während des Landesfestumzuges am 20. September 2009 aufgrund ablehnender Aussagen zur Landeseinheit den Gruß verweigert.Daher wolle man nun – nach Ende des Gedenkjahres - auch nicht eine Erinnerungsmedaille aus Platters‘ Hand. Auf Nachfrage von STOL beim Südtiroler Schützenbund gab man sich ob dieser Aktion unwissend. „Uns ist diesbezüglich nichts bekannt. Es kann aber schon sein, dass Einzelne aus Eigeninitiative die Ehrenmedaille zurückgeschickt haben. Der Südtiroler Schützenbund hat jedenfalls ganz bestimmt nicht zu einem solchen Verhalten aufgerufen“, hieß es aus dem Büro in der Bozner Schlernstraße 1.Einige Südtiroler Schützen hätten zwar nach Erhalt des Dankesschreibens betont, dass ihnen der Brief bzw. die Urkunde nicht gefalle. „In solch einem Fall bleibt aber immer die Möglichkeit, den Brief einfach in den Papierkorb zu schmeißen, anstatt ihn an den Landeshauptmann zurückzuschicken“, so der Südtiroler Schützenbund.Und was die Erinnerungsmedaille an den Landesfestumzug betreffe, werde diese vom Großteil der Schützen an die Schützenjacke geheftet, zeigte man sich überzeugt. joi