Landessekretär Antonio Frena umriss den Weg, den die Demokratische Partei bis zum Wahltag am 27. Oktober vor sich hat.„Das Schlagwort der Wahlkampagne wird Erneuerung sein. Der PD möchte eine Liste bilden, auf der mindestens 50 Prozent der Kandidierenden unter 40 Jahre alt sind. Außerdem soll es sich für die Mehrheit der Kandidierenden um den ersten Wahlkampf handeln“, so Frena. “Die Führungsorgane der Partei”, so der Südtiroler PD-Chef, “werden prüfen, welche Form der demokratischen Beteiligung sich am besten für die Ernennung der Kandidaten eignet: ob über Vorwahlen oder durch die Bevorzugung von jungen Kandidaten, ob über Entscheidungen der Bezirke oder Persönlichkeiten - das Wichtige ist, dass jene, die zur Wahl antreten, Ausdruck unserer Wählerschaft sind. Deshalb steht unsere Liste allen ohne Vorbehalte offen.“Bei den Parlamentswahlen habe sich gezeigt, dass die Demokratische Partei nicht imstande gewesen sei, von der Bevölkerung verstanden zu werden.„Der Grund für den verpassten Erfolg ist einem politischen Vorschlag zuzuschreiben, der nicht mit den Bedürfnissen des Landes übereinstimmte und der wachsenden Verzweiflung der Bevölkerung nicht die richtigen Antworten entgegensetzte“, zeigte sich Frena selbstkritisch.“Die dramatische Krise, die derzeit Familien sowie Unternehmen und Betriebe im Würgegriff hat, fordert von unserer Partei, den Menschen konkrete Vorschläge zu bieten“, wandte sich der Sekretär an die Versammlung. „Vorschläge, die erklären, wie es wieder Arbeitsplätze geben kann, die aufzeigen, wie die Kosten für Betriebe gesenkt werden können, die den Familien erklären, dass die öffentliche Verwaltung gute Schulen, Plätze in den Kinderhorten und funktionierende Krankenhäuser anbieten wird.““Wenige und präzise Punkte“Die Demokratische Partei werde wenige und präzise Punkte in ihrem Programm haben, die ohne Verzögerung umgesetzt werden sollen. „Diese betreffen die Arbeit, die Mehrsprachigkeit, die radikale Rationalisierung der Kosten im öffentlichen Gesundheitssystem, die erneute Debatte um die Region, bei der wir uns fragen, ob ihre Existenz noch einen Sinn hat“, betonte Frena.Die Wahlkampage der Demokratischen Partei werde über zahlreiche Veranstaltungen bis in den Herbst verlaufen; dabei solle so viel wie möglich der direkte Kontakt mit den Menschen auf den Straßen entstehen. "Ein Wahlkomitee, das vom Landessekretär definiert wird, erhält die Aufgabe der Koordinierung der Wahlkampagne, nimmt die politischen Entscheidungen auf sich und unterstützt die Partei und die Kandidaten in den kommenden sechs Monaten während der Wahlkampagne", so der Landessekretär.