Er erfolgte, nachdem es in der Nacht auf Montag erstmals seit Ende Juli wieder zu gegenseitigen Angriffen zwischen dem Iran und den USA gekommen war. Das US-Militär attackierte dabei nach eigenen Angaben Einheiten der iranischen Revolutionsgarden, die Minen in der Straße von Hormuz legen wollten. Der Iran feuerte daraufhin mit Raketen auf Stützpunkte des US-Militärs in Jordanien. Sie wurden jordanischen Angaben zufolge abgefangen.<BR /><BR />Der Iran blockiert mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Verkehr durch die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Meerenge weitestgehend. Laut US-Medienberichten eskortiert das US-Militär jedoch immer wieder erfolgreich Schiffe entlang der omanischen Küste durch die Passage zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman.<BR /><BR />Der Iran wird nach den Worten seines Präsidenten Masoud Pezeshkian umgehend nachziehen, sollten die USA zu ihren Verpflichtungen aus dem im Juni unterzeichneten vorläufigen Abkommen zur Beendigung des Krieges zurückkehren. Dies sagte Pezeshkian am Dienstag auf dem Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in Bischkek, wie die iranische Nachrichtenagentur ISNA berichtet. Zuvor war es nicht nur zu den erneuten Angriffen der USA auf den Iran sowie Vergeltungsschlägen in der Region gegeben, nachdem es seit Ende Juli vergleichsweise ruhig geblieben war. Die USA hatten vor einer Woche auch neue Sanktionen gegen den Iran angekündigt.<BR /><BR />Wie ein iranischer General am Dienstag im Staatsfernsehen angesichts des Wiederaufflammens der US-Luftangriffe sagte, haben die Streitkräfte des Landes im ganzen Iran Flugabwehreinheiten an mehr als 3.800 Orten stationiert. „Viele dieser Orte befinden sich in schwer zugänglichen Gebieten. Der Iran ist ein Land mit vielfältigen geografischen Gegebenheiten, und die Luftverteidigungskräfte sind in Wüsten, an Küsten, auf Inseln und im Gebirge stationiert“, sagte der General.<BR /><BR />Seinen Worten nach wurden bei den vergangenen militärischen Konflikten mit den USA und Israel seit Oktober 2024 rund 160 Soldaten der Flugabwehr getötet. In dem Interview äußerte er auch vorsichtige Kritik an importierten Waffensystemen. Der Iran sei daher zum Ergebnis gekommen, vermehrt heimisch produzierte Flugabwehrsysteme einzusetzen.<BR /><BR />Die USA und Israel haben in ihrem Krieg gegen den Iran auch gezielt Radarsysteme, Flugabwehrbatterien und Luftwaffenstützpunkte angegriffen. Zeitweise gab es Berichte, wonach Irans Streitkräfte den Luftangriffen der technologisch überlegenen Kampfflugzeuge wenig entgegensetzen konnten. Dennoch wurde wiederholt über abgeschossene Kampfdrohnen über iranischem Gebiet berichtet. Angaben über militärische Verluste im Iran sowie deren eigene Errungenschaften lassen sich kaum unabhängig überprüfen.