Dienstag, 28. Juni 2016

„Erster Schritt hin in Richtung Entlastung der Pädagoginnen“

Am Dienstag hat die Landesregierung dem Bereichsabkommen für das Kindergartenpersonal und dem Vorschlag für ein Einvernehmensprotokoll mit den Gewerkschaften grünes Licht gegeben. Bildungslandesrat Philipp Achammer und Personal- und Familienlandesrätin Waltraud Deeg hatten Abkommen und Protokoll vorgestellt.

"Der Kindergarten als erste und gleichwertige Stufe des Bildungswesens verdient eine besondere Aufmerksamkeit", meinte am Dienstag Philipp Achammer. - Foto: LPA
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"Der Kindergarten als erste und gleichwertige Stufe des Bildungswesens verdient eine besondere Aufmerksamkeit", meinte am Dienstag Philipp Achammer. - Foto: LPA

Beim Bereichsabkommen für das Kindergartenpersonal handelt es sich um einen Übergangskollektivvertrag, mit dem die Zugangsvoraussetzungen für das Berufsbild der Kindergärtnerinnen an den neuen Masterstudiengang in Bildungswissenschaften für den Primarbereich angepasst werden. Für die Integrationskindergärtnerinnen ist zusätzlich zum Ausbildungsnachweis der Abschluss der universitären Spezialisierung für die pädagogische Begleitung der Kinder mit Beeinträchtigung vorgesehen.

Entlastung des Personals

Außerdem enthält das Abkommen eine Übergangslösung zur Arbeitszeitregelung, mit der die Landesregierung die Notwendigkeit einer Entlastung des Kindergartenpersonals anerkennt. Mit diesem Übergangsvertrag wird eine erste Erleichterung für das pädagogische Personal der Kindergärten durch die Reduzierung der direkten Arbeitszeit mit den Kindern angestrebt.

Landesrätin Waltraud Deeg hielt fest, dass man auch den Bedürfnissen der Familien Rechnung trage wolle, Landesrat Achammer sprach von einem ersten Schritt Richtung Entlastung der Pädagoginnen.

Gewerkschaften müssen noch unterzeichnen

Der Vorschlag des Einvernehmensprotokolls über die zu vereinbarenden Punkte im Bereich des Kindergartens zwischen den Gewerkschaftsvertretern und der Landesregierung wurde heute ebenfalls vorgestellt und gutgeheißen. Der Entwurf muss erst noch von den Gewerkschaftsvertretern unterzeichnet werden, er enthält im Wesentlichen vier Punkte: Die Arbeitszeit der Kindergartenpädagoginnen, die Stellensituation im Kindergarten, die Kriterien für die Stellenvergabe des Kindergartenpersonals und die Verhandlungen für die Mitarbeiter für Integration.

Die im ersten Punkt vorgesehenen Maßnahmen konnten bereits mit dem heute genehmigten Bereichsabkommen geregelt werden. 

Mehr Stellen geplant

Weiters ist vorgesehen, dass das Stellenkontingent in den deutschen Kindergärten schrittweise um 59 zusätzliche Stellen aufgestockt wird. Für das Kindergartenpersonal 2016/17 stehen insgesamt 34 zusätzliche Stellen bereit: 19 davon werden dem Kindergarten definitiv übertragen und 15 stehen aufgrund von Umschichtungen vorerst für das kommende Jahr zur Verfügung.

In Hinblick auf das Kindergartenjahr 2017/18 und folgende sind weitere Maßnahmen zur Erhöhung des Stellenkontingentes geplant, wobei in jedem Fall eine Erhöhung des Plansolls um 40 Stellen erfolgen wird. Dabei ist insbesondere auf ein vergleichbares Verhältnis von Kindern und Pädagoginnen in den Kindergärten der verschiedenen Sprachgruppen zu achten. Zudem ist die Ausarbeitung von Maßnahmen vorgesehen, um die Attraktivität der Arbeit im Kindergarten weiter zu steigern.

Die Kriterien für die Stellenvergabe des Kindergartenpersonals sollen mit Beginn des Kindergartenjahres 2016/17 in Angriff genommen werden.

Ebenso ist im Einvernehmensprotokoll festgelegt, dass im kommenden Kindergartenjahr die Verhandlungen für die Mitarbeiter für Integration aufgenommen werden.

Philipp Achammer unterstrich, dass „Der Kindergarten als erste und gleichwertige Stufe des Bildungswesens verdient eine besondere Aufmerksamkeit und braucht die geeigneten Rahmenbedingungen, um gut arbeiten zu können.“

stol/lpa

stol