Sonntag, 01. November 2020

Neue Maßnahmen: Entscheidung für Italien und Südtirol fällt am Montag

Die erste Dringlichkeitssitzung, zu der Ministerpräsident Giuseppe Conte am Sonntagvormittag alle Präsidenten der Regionen sowie der autonomen Provinzen zusammengerufen hatte, ist beendet. Konkrete Beschlüsse stehen aber noch aus, denn: Schon morgen hat Regionenminister Francesco Boccia eine Fortsetzung anberaumt. Dann soll auch eine Entscheidung über neue Maßnahmen fallen: für Italien und auch für Südtirol.

Leere Bars und Restaurants in ganz Italien mit dem neuen Dekret? Auch darüber wird diskutiert.
Leere Bars und Restaurants in ganz Italien mit dem neuen Dekret? Auch darüber wird diskutiert. - Foto: © ANSA / Matteo Corner
Italien muss handeln – und das so schnell wie möglich, um einen bald drohenden Kollaps des Gesundheitssystems zu verhindern. Aus diesem Grund haben sich – wie berichtet – am Sonntagvormittag die Präsidenten der 20 Regionen und der autonomen Provinzen mit Ministerpräsident Giuseppe Conte, Gesundheitsminister Roberto Speranza und Regionenminister Francesco Boccia über weitere restriktive Maßnahmen zur Eindämmung des Virus beraten.

Zu definitiven Entscheidungen ist es laut Medienberichten vorerst nicht gekommen. Der allgemeine Tenor nach der Zusammenkunft lässt aber vor allem den verbreiteten Wunsch nach Einigkeit und einem gemeinsamen Vorgehen im Kampf gegen die Pandemie erahnen. Harte aber unklare Maßnahmen seien für die Bürger nämlich schwierig zu akzeptieren, ließ beispielsweise der Präsident der Region Sizilien, Nello Musumeci, nach der Video-Zusammenkunft verlauten.

Morgen gehen Beratungen weiter

Bereits am morgigen Montag um 9 Uhr sollen die Beratungen weitergehen. Dann findet nämlich eine weitere Konferenz der Regionen mit Minister Boccia statt, die zu Entscheidungen führen soll. Oberste Maxime sei es weiterhin, einen kompletten nationalen Lockdown zu vermeiden, die Risikopatienten und die Gesundheit der Bürger aber aufs höchste Maß zu schützen.

In Südtirol wird die Landesregierung am Montagvormittag ebenfalls zu einer dringenden Sitzung zusammengerufen. Dabei soll entschieden werden, wie hierzulande in den kommenden Wochen verfahren wird. Großteils werden die Bestimmungen wohl an die nationalen Richtlinien angepasst. Konkret könnte dies weitere Einschränkungen in der Gastronomie sowie eine Vorverlegung der Ausgangssperre zur Folge haben. Wie mit den Geschäften und Schulen verfahren wird, muss ebenfalls noch geklärt werden.

Seit Sonntag ist neben zahlreichen weiteren Gemeinden auch die Landeshauptstadt Bozen aufgrund der hohen Infektionszahlen unter besondere Beobachtung gestellt worden. Nicht zuletzt deshalb sind neue Maßnahmen erforderlich, da ein Lockdown auf Gemeindegebiet hier schwierig wird.

ansa/stol

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