Mittwoch, 03. Februar 2021

„Es wäre ein Lockdown wie im November“

„Wenn es in Südtirol zu einem neuen Lockdown kommen sollte, dann würde er so sein, wie im November und nicht so hart wie im März.“ Dies sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher am Mittwoch im Laufe der Landtagssitzung.

Wenn es zu einem erneuten Lockdown kommt, dann müsste auch der Handel wieder schließen.
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Wenn es zu einem erneuten Lockdown kommt, dann müsste auch der Handel wieder schließen. - Foto: © vs
Die Corona-Lage ist ernst. Die Neuinfektionen in Südtirol steigen und auch die Krankenhäuser geraten zunehmend unter Druck.

Schon am Dienstag hat die Landesregierung mitgeteilt, dass die Situation tagtäglich genauestens monitoriert werde. Noch sehe man keinen Grund für restriktivere Maßnahmen, sollte sich die derzeitige Lage nicht bessern, käme man an einem schnellen und harten Lockdown nicht vorbei, hieß es gestern in der Pressekonferenz nach der Sitzung.

„Wenn sich die Entwicklung des Infektionsgeschehens in den kommenden Tagen nicht bessert, wird die Landesregierung härtere Vorbeugemaßnahmen gegen das Coronavirus treffen müssen. Unabhängig davon braucht es noch einmal den Schulterschluss der gesamten Gesellschaft, sich an die Regeln zu halten. Denn sonst wird auch ein harter Lockdown das Infektionsgeschehen nicht dauerhaft beruhigen“, war die zentrale Botschaft der Südtiroler Landesregierung auch an die Sozialpartner in einer gemeinsamen Videokonferenz am heutigen Mittwochvormittag. (STOL hat berichtet)

Wie sähe der erneute Lockdown aus?

Wie ein solcher Lockdown aussehen würde, erklärte Landeshauptmann im Rahmen der Landtagssitzung am Nachmittag. „Er wäre nicht so wie im vergangenen März, sondern wie im November letzten Jahres.“

Das würde bedeuten, dass die Bürger die eigene Gemeinde erneut nur für Arbeits- und aus gesundheitlichen Gründen verlassen dürften, die Gastronomie bliebe weiter geschlossen. Der Handel müsse – mit Ausnahme von Geschäften, die Güter des täglichen Gebrauchs anbieten – ebenfalls wieder zusperren. Bau und produzierendes Gewerbe hingegen könnten weiter arbeiten.

Für die Schule würde ein Lockdown vor oder nach den Semesterferien einen Wechsel in den Fernunterricht bedeuten – mit dem Ziel, den Ausfall des Präsenzunterrichts so kurz wie möglich zu halten. Die Ausgangssperre von derzeit 22 Uhr würde auf 20 Uhr vorverlegt. Berufliche Tätigkeiten würden, wo immer möglich, auf Homeoffice reduziert, in der öffentlichen Verwaltung ohnehin, aber möglichst auch im privaten Sektor.

vs

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