In Spanien, Griechenland, der Slowakei, Lettland, Italien, Portugal, Litauen und Irland sei die Jugend-Arbeitslosenrate am höchsten in der EU, sagte Barroso.Er schlug für diese Länder am Montag einen Pakt „Jugend in Bewegung“ zur Förderung der beruflichen Mobilität vor.Er wolle den Regierungschefs schriftlich einen sofortigen Start dieser Initiative vorschlagen, erklärte der Kommissionspräsident. Das EU-Beschäftigungsservice „Eures“ habe 1,3 Millionen freie Stellen. Dem stünden 5,3 Millionen arbeitslose Jugendliche gegenüber.Die EU-Kommission habe allein zum Arbeitsmarkt 36 Empfehlungen an die EU-Staaten gerichtet, sagte Barroso. Die Umsetzung dieser Empfehlungen werde die EU-Kommission vor dem EU-Gipfel im Juni bewerten.Die Niederlande, Polen und Slowenien nannte Barroso als gute Beispiele im Umgang mit Arbeitslosigkeit und mit Unterstützung der EU. Nur die drei besten Länder in dieser Kategorie Deutschland, die Niederlande und Österreich hätten eine Jugendarbeitslosenrate von unter zehn Prozent.Maßnahmen forderte der Kommissionschef auch zur Unterstützung der Betriebe. Nur 13 Prozent der europäischen Klein- und Mittelbetriebe seien auf ausländischen Märkten tätig, sagte Barroso. Die EU müsse den Betrieben helfen, stärker international tätig zu werden, indem sie ihre Handelsvereinbarungen öffne.Die derzeitigen Probleme seien die Folge langandauernder Ungleichgewichte in der Wettbewerbsfähigkeit der EU-Staaten. „Wir müssen Vertrauen in uns selbst haben. Die EU ist nicht der kranke Mann der Welt“, betonte Barroso. Ohne Wachstum könne die fiskalische Konsolidierung nicht gelingen. apa/dpa