Dienstag, 21. Juli 2020

EU-Gipfel: Italien arbeitet an Investitionsplan

Nach der Einigung beim EU-Gipfel in Brüssel und den beschlossenen Wiederaufbauplan nach der Corona-Krise will die italienische Regierung im Oktober einen groß angelegten Investitions- und Infrastrukturplan vorstellen.

Europa gehe gestärkt aus der in Brüssel getroffenen Einigung hervor, so Premier Giuseppe Conte.
Europa gehe gestärkt aus der in Brüssel getroffenen Einigung hervor, so Premier Giuseppe Conte. - Foto: © APA (AFP) / TOBIAS SCHWARZ
„Damit wollen wir Investitionen in Infrastrukturen und Digitalisierung fördern“, kündigte Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri im Interview mit RAI 3 am Dienstag an.

Der Plan werde dem Neustart der italienischen Wirtschaft nach der Coronavirus-Krise dienen. Der Minister bezeichnete die Verhandlungen beim EU-Gipfel als „hart und schwierig“. „Am Schluss hat nicht der Kurs Italiens, sondern die Vernunft gesiegt. Die Regierung, die eine entscheidende Rolle bei diesem Gipfel gespielt hat, geht gestärkt aus den Verhandlungen hervor“, sagte Gualtieri.

Die Einigung beim EU-Gipfel sei für Italien und Europa ein „historisches Ergebnis“. „Wir haben ein Resultat erreicht, von dem wir vor einigen Monaten nur träumen konnten“, erklärte der Minister.

Conte: „Wir sind auf das Resultat stolz“

Premier Giuseppe Conte bestätigte, dass Italien in Brüssel zähe Verhandlungen geführt habe. „Wir haben intensive Tage erlebt und wir sind auf dieses Resultat stolz“, schrieb der Regierungschef im Internet, der am Dienstag nach seiner Rückkehr nach Rom den italienischen Präsidenten Sergio Mattarella traf und ihm über die Ergebnisse des Gipfeltreffens berichtete.

„Europa geht gestärkt aus der in Brüssel getroffenen Einigung hervor. Für Italien sind jetzt die Bedingungen für einen groß angelegten Plan zur Bewältigung der Coronavirus-Krise vorhanden“, verlautete aus dem Büro des italienischen Staatschefs.

apa