Samstag, 2. April 2022

EU-Kommissar Johannes Hahn besucht Euregio-Büro in Innsbruck

Am gestrigen Freitag besuchte der österreichische EU-Kommissar Johannes Hahn die neueröffnete Informations- und Koordinierungsstelle der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino in Innsbruck. Im Mittelpunkt des Treffens stand der Austausch über aktuelle Entwicklungen in der Europaregion und die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in diese.

EU-Kommissar Johannes Hahn (Mitte) besuchte am Freitag das Euregio-Büro in Innsbruck. - Foto: © gnews

Der Besuch von EU-Kommissar Johannes Hahn ist eng mit der Geschichte der Euregio verbunden. Am 1. Juni 2010 besuchte Hahn, damals zuständig für Regionalpolitik, die Europaregion anlässlich der Eröffnung des ersten gemeinsamen Büros in Bozen.

12 Jahre später besichtigt der österreichische EU-Kommissar, welcher mittlerweile für das gesamte Budget der Europäischen Union zuständig ist, die neue Informations- und Koordinierungsstelle der Euregio in Innsbruck, die im Oktober 2021 von den 3 Landeshauptleuten der Euregio eröffnet worden war. Dort konnte Hahn die interaktive Ausstellung selbst miterleben, die den Bürgern spannende Einblicke in die Geschichte und in die vielfältigen Projekte der Europaregion ermöglicht.

Im Mittelpunkt des inhaltlichen Austausches mit dem Team des Euregio-Büros in Innsbruck standen die bereits umgesetzten EU-Projekte der Euregio wie der Euregio-Lawinenreport, der EuregioFamilyPass und das Programm „Fit for Cooperation (Fit4Co)“, in dessen Rahmen das Projekt der Neuorganisation der Europa-Hütte in den Zillertaler Alpen entwickelt wurde. Ebenso wurde der EU-Kommissar über den Stand der Arbeiten des ebenfalls EU-geförderten Euregio-Wetterberichts informiert, der sich gerade in der Phase der technischen Umsetzung befindet.

„Ein Beispiel europäischer Zusammenarbeit“

Darüber hinaus konnten Fragen der Governance besprochen werden. Konkret ging es um die Aufgabe der Euregio als Koordinator des Themenfelds „Mobilität im Rahmen der Europäischen Strategie für den Alpenraum“ (EUSALP) und der Zusammenarbeit der Euregio mit den CLLD-Regionen Dolomiti Live, Terra Raetica und Wipptal, die direkt im Grenzgebiet am Reschen, am Brenner und im Pustertal aktiv sind und dort grenzüberschreitende Projekte umsetzen.

„Ich hatte bereits einige Male die Möglichkeit, in Innsbruck und auch in Bozen zu sehen, was hier alles auf die Beine gestellt wurde und wie dieses Projekt ein Beispiel europäischer Zusammenarbeit darstellt“, so Hahn über die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino.

Ein wichtiges Thema der Beratungen mit Hahn war auch die Überwindung konkreter grenzüberschreitender Hürden. Oftmals behindern rechtliche oder technische Hindernisse die Bürger sowie die Unternehmen in der Euregio in ihrer Arbeit. Die Palette reicht von fehlenden Anerkennungen von Qualifikationen über nicht kompatible IT-Systeme bis hin zu sprachlichen Problemen. Im Rahmen des neuen EU-Finanzrahmens 2021-2027 wird die Euregio diese Hürden systematisch erheben und Projekte zur Lösung entwickeln.

Abschließend konnte sich EU-Kommissar Johannes Hahn noch vor Ort über die laufenden und künftigen Aktivitäten von Europe direct informieren.

stol

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