Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte angesichts der hohen Inflation mehr Spielraum bei den europäischen Budgetvorgaben gefordert. Sie argumentiert, dass die gestiegenen Preise die Berechnung der europäischen Budgetkennzahlen und der zulässigen Defizitgrenzen beeinflussten.<h3>Meloni beansprucht mehr Flexibilität angesichts hoher Energiepreisen</h3>Meloni will das Thema beim Treffen der EU-Finanzminister in der kommenden Woche und anschließend beim EU-Gipfel besprechen. Angesichts der hohen Energiepreise und der daraus resultierenden Belastungen für Familien und Unternehmen sei zusätzliche Flexibilität erforderlich.<BR /><BR />Italiens Budgetdefizit ist 2025 bei 3,1 Prozent der Wirtschaftsleistung gelegen. Damit scheitern die Hoffnungen der italienischen Regierung, das Verfahren der Europäischen Union wegen eines übermäßigen Defizits vorzeitig verlassen zu können. Die EU-Haushaltsregeln sehen grundsätzlich eine Defizitgrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) vor.<BR /><BR />Die italienische Regierung hatte gehofft, dass der endgültige Wert unter diese Marke korrigiert werden könne. Dies hätte Italien mehr Spielraum bei der Haushaltsplanung für 2027 gegeben.