Montag, 28. März 2022

EU-Minister beraten über Verteilung von Ukraine-Flüchtlingen

Die EU-Innenminister beraten am Montag (14.30 Uhr) über den Umgang mit der riesigen Fluchtbewegung aus der Ukraine. Dabei dürfte es vor allem um die Verteilung der bisher fast 4 Millionen Flüchtlinge auf die EU-Staaten gehen.

Ein ukrainisches Mädchen bei ihrer Ankunft in Rumänien. - Foto: © APA/AFP / ARMEND NIMANI

Die deutsche Innenministerin Nancy Faeser hatte jüngst gesagt, Ziel müsse eine feste Quote für die Verteilung in Europa sein. Der ukrainische Innenminister Denis Monastyrski soll zeitweise per Video dazu geschaltet werden.

Das Treffen ist bereits die zweite Krisensitzung der Innenminister seit Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine am 24. Februar. Anfang März entschieden die EU-Staaten, allen Ukrainern schnell und unbürokratisch Schutz zu bieten. Die große Zahl der Flüchtlinge stellt die Staatengemeinschaft jedoch vor Herausforderungen.

Faeser und ihr polnischer Kollege forderten zuletzt in einem Brief an die EU-Kommission mehr Hilfe bei der Verteilung der Flüchtlinge auf die anderen EU-Staaten sowie finanzielle Unterstützung.

Knapp 4 Millionen Flüchtlinge seit Kriegsbeginn

Von den mehr als 44 Millionen Ukrainern haben seit Kriegsbeginn nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks bereits mehr als 3,8 Millionen Menschen das Land verlassen. Allein in Polen sind mehr als 2 Millionen Flüchtende angekommen, doch reisen immer noch 4 Fünftel davon in andere Staaten weiter.

Am Montag soll es darum gehen, wie jene EU-Staaten, die Flüchtlinge aufnehmen, finanziell und materiell unterstützt werden können. Auch die Weiterreise der Flüchtlinge nach der Ankunft in einem EU-Land in ein anderes soll koordiniert werden. Zudem soll es um Unterstützung für das kleine Land Moldau, in dem ebenfalls bereits viele Menschen angekommen sind, sowie um die Kontrollen an den EU-Außengrenzen und Sicherheitsfragen gehen.

Alle Berichte zum Krieg in der Ukraine finden Sie hier.

apa

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