Die Außenminister der 27 Staaten beschlossen am Montag in Luxemburg offiziell das Maßnahmenbündel, das über die Sanktionen des UN-Sicherheitsrates hinausgeht. Die Sanktionen - die vierten im Nuklearkonflikt - waren grundsätzlich bereits im Juli vereinbart, jedoch noch nicht rechtsverbindlich beschlossen worden. Die Staatengemeinschaft verdächtigt den Iran, heimlich Atomwaffen zu entwickeln.Bei den Sanktionen geht es um neue Handelsbeschränkungen für Güter, die sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke verwendet werden können („Dual-Use“). Es gibt auch Verbote iranischer Frachtflüge nach Europa sowie neuer Investitionen in Irans Öl- und Gassektor. Die Versicherung und Rück-Versicherung iranischer Regierungsaktivitäten sowie Export-Kreditgarantien mit einer Laufzeit von mehr als zwei Jahren sind künftig verboten. Bank-Überweisungen von mehr als 10 000 Euro müssen gemeldet, von mehr als 40 000 Euro genehmigt werden. Die Liste der Top-Funktionäre, die mit Reisebeschränkungen belegt sind und deren Vermögen in Europa eingefroren ist, wird um Führungsmitglieder der „Revolutionsgarden“ verlängert. apa/dpa