Eine klare Mehrheit von 378 Abgeordneten stimmte am Donnerstag für die Empfehlung des zuständigen Innenausschusses, das sogenannte SWIFT-Übergangsabkommen abzulehnen. 196 Abgeordnete votierten für das Abkommen.Zuvor lehnten die Abgeordneten mehrheitlich eine von der christdemokratisch-konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) geforderte neuerliche kurzfristige Verschiebung der Abstimmung ab. Auch die neue EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström erklärte kurz vor dem Votum, die EU-Kommission würde eine Verschiebung begrüßen.Das SWIFT-Abkommen sollte US-Fahndern im Kampf gegen den Terrorismus auch künftig den Zugriff auf die Daten von Millionen europäischer Bankkonten erlauben. Die Daten verwaltet der belgische Finanzdienstleister SWIFT.EU-Parlamentspräsident Jerzy Buzek betonte, die Regierungen müssten akzeptieren, dass das Europaparlament seine Macht in einer Art und Weise ausübe, welche die Einschätzung und Sorgen der Bürger widerspiegelt.Die niederländische Liberale und zuständige Parlamentsberichterstatterin Jeanine Hennis-Plasschaert plädierte zuvor eindringlich für eine Ablehnung des Abkommens. Wenn die USA aufgefordert würden, die Bankdaten ihrer Bürger an eine fremde Macht weiterzugeben, „würden wir alle wissen wie die Antwort des Kongresses ausfällt, oder?“, sagte sie.apa