Mittwoch, 6. April 2022

EU-Ratspräsident: Werden auch Gas-Importstopp brauchen

EU-Ratspräsident Charles Michel hält einen Importstopp von russischem Öl und letztlich auch von Gas für unumgänglich, um den Angriffskrieg Moskaus gegen die Ukraine zu beenden. „Ich denke, dass auch Maßnahmen bei Öl und selbst Gas früher oder später nötig werden“, sagt Michel am Mittwoch vor dem Europäischen Parlament.

Die EU-Spitze will die Sanktionen gegen Russland weiter verschärfen. - Foto: © APA/AFP / KENZO TRIBOUILLARD

Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen drohte neben einem Importstopp von Kohle auch ein Öl-Embargo gegen Russland an. Mit Blick auf das am Dienstag von der Kommission vorgeschlagene Importverbot auf russische Kohle sagte von der Leyen vor dem EU-Parlament: „Diese Sanktionen werden nicht unsere letzten Sanktionen sein.“ Sie fügte hinzu: „Jetzt müssen wir uns Öl anschauen und die Einnahmen, die Russland aus fossilen Brennstoffen bezieht.“

Nach Angaben des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell flossen aus der EU seit Kriegsbeginn 35 Milliarden Euro für Energieimporte nach Russland. Dies zeige, wie wichtig es sei, die Abhängigkeit der EU von Energieimporten zu reduzieren, sagte der Spanier im Europaparlament. Dies müsse über den Ausbau erneuerbarer Energien geschehen. Das Vorgehen gegen den Klimawandel gehe nun Hand in Hand mit der Geopolitik.


apa

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