„In meinen Gesprächen mit den griechischen Ministern letzte Woche habe ich festgestellt, dass eine große Bereitschaft da ist, Reformen nicht nur auf dem Papier zu schaffen, sondern in die Tat umzusetzen“, sagte Reichenbach am Donnerstag im „ZDF“. Es sei nun Aufgabe der Taskforce, den Griechen die notwendige Hilfe für die Reformen bereitzustellen.Reichenbach will Athen auch helfen, mehrere Milliarden Euro an EU-Mitteln abzurufen, die für Griechenland bereitstehen, bisher aber nicht angefordert wurden. „Die EU achtet schon sehr darauf, dass dieses Geld effizient eingesetzt wird und in Projekte fließt, die die wirtschaftliche Entwicklung unterstützen“, sagte Reichenbach im ZDF-„Morgenmagazin“ zu der Frage, warum die Mittel bisher nicht abgerufen wurden. Diese Projekte vorzubereiten sei eine „sehr schwierige Aufgabe“.Eine der „ersten Prioritäten“ ist nach Ansicht Reichenbachs die Reform des Bankensektors. „Eine der schwierigsten Aufgaben für die Taskforce wird es sein, dem notleidenden Finanzsektor wieder zu erlauben, der Realwirtschaft Kredite zu geben“, sagte Reichenbach. Die griechischen Banken seien „grundsolide Banken“ gewesen, die nun aber Liquiditätsengpässe hätten. Letztlich sei das Ziel der EU, das Vertrauen der Investoren in die griechische Wirtschaft zu stärken.apa/afp