Die EU- Finanzminister debattierten am Freitag in Göteborg zum Abschluss ihres informellen Treffens erstmals darüber. EU-Steuerkommissar Laszlo Kovacs räumte ein: „Vor einer Einigung ist noch ein weiter Weg zu gehen.“ Diplomaten sagten, die geplante Einführung einer solchen Steuer in Frankreich habe Bewegung in die Debatte gebracht. Dort soll vom kommenden Jahr an für jede in die Luft gepustete Tonne Kohlendioxid (CO2) eine Abgabe fällig werden. Dänemark und Schweden haben bereits entsprechende Gesetze; Deutschland hat die Ökosteuer, die in erster Linie Kraftstoffe betrifft. Die Steuerpolitik in der EU ist ein Minenfeld, da für Beschlüsse Einstimmigkeit der Mitglieder nötig ist. Im Streit um die Finanzierung des Klimaschutzes kam die EU in der schwedischen Hafenstadt zwar etwas voran, blieb aber in Schlüsselfragen gespalten. Mehrere Mitgliedsstaaten sprachen sich gegen einen Vorschlag der EU-Kommission aus. „Wir müssen weiter darüber sprechen“, sagte der Gastgeber der zweitägigen Konferenz, Schwedens Finanzminister Anders Borg. Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, dass Europa im Jahr 2020 bis zu 15 Milliarden Euro für den Klimaschutz in armen Ländern der Welt bezahlen könnte. Im Dezember will die internationale Staatengemeinschaft in Kopenhagen ein Weltklimaabkommen verabschieden. dpa