Abgesehen davon, dass Günther Platter, Arno Kompatscher und Ugo Rossi alle Menschen ihrer Länder zu vertreten hätten, „gibt es neben Dorfmann weitere Kandidaten aus dem Gebiet der ‚Europaregion Tirol’ - wie den Kandidaten der Freiheitlichen Pius Leitner.“ Dass sich dieser für eine Stärkung europäischer Regionen einsetze, sei allgemein bekannt“, schreibt der freiheitliche Landesparteiobmann-Stellvertreter, Roland Tinkhauser, in einer Aussendung.„Eklatante Verwechslung von Ebenen.“Scharfe Kritik an der Wahlempfehlung kommt auch von den Grünen.„Mit welcher Berechtigung legen sich die Landeshauptmänner der drei Länder auf einen einzigen Kandidaten fest? Am Tisch standen nicht drei Parteienvertreter, die als solche sprachen, sondern die Vertreter dreier Institutionen, in deren Auftrag es absolut nicht fällt, einen gemeinsamen Kandidaten zu erklären“, so Brigitte Foppa und Giorgio Zanvettor, Co-Landesvorsitzende der Grünen. Man kritisiere in aller Schärfe diese „eklatante Verwechslung von Ebenen.“ Dies sei ein gravierender Missbrauch von institutionellen Rollen. „Insbesondere unser Landeshauptmann Arno Kompatscher enttäuscht durch diese Fortschreibung alter Muster, die seinem Vorgänger alle Ehre gemacht hätten. Wir fordern nun die Landeshauptmänner von Südtirol, Trentino und Tirol auf, die grüne Kandidatin Oktavia Brugger, die auf der Liste Tsipras antritt, ebenfalls als gemeinsame Kandidatin für die Europaregion zu nominieren“, betonen Foppa und Zanvettor.