Montag, 30. März 2020

Euregio setzt in Corona-Zeiten auf enge Zusammenarbeit

Wie sich die Corona-Situation in der Euregio darstellt und wie die 3 Länder zusammenarbeiten, besprachen die Landeshauptleute Günther Platter, Arno Kompatscher und Maurizio Fugatti am Montag bei einer Videokonferenz.

Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher.
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Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher. - Foto: © LPA/Ivo Corrá
Das Coronavirus hat die ganze Welt derzeit fest im Griff – insbesondere auch die 3 Länder der Europaregion mit dem Bundesland Tirol, Südtirol und dem Trentino. „Wir sind im ständigen Austausch über die aktuellen Entwicklungen in der jeweiligen Region, um bei Bedarf schnellstmöglich reagieren zu können“, unterstrichen die 3 Landeshauptleute Günther Platter (Bundesland Tirol), Arno Kompatscher (Südtirol) und Maurizio Fugatti (Trentino).

Sie betonten bei der Videokonferenz zum Thema Coronavirus, die gemeinsamen Anstrengungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus fortsetzen zu wollen und in der Versorgung solidarisch zusammenzuarbeiten.

Landeshauptmann und Euregio-Präsident Günther Platter informierte seine Amtskollegen darüber, dass es im Bundesland Tirol mit Stand Freitagfrüh 2263 positiv Getestete und 13 Todesfälle gab. „Positiv ist, dass 270 Personen mittlerweile schon wieder vollständig genesen sind und wir es bis jetzt geschafft haben, mit den Intensiv-Kapazitäten auszukommen. Einzig im Krankenhaus Zams werden derzeit überdurchschnittlich viele Corona-Patienten versorgt“, sagte Landeshauptmann Platter.

Landeshauptmann Arno Kompatscher verwies darauf, dass sich in Südtirol die Situation im Gesundheitswesen letzthin etwas entspannt habe. „Derzeit muss zusätzlich ein Patient pro Tag intensivmedizinisch versorgt werden. Durch die fünf Südtiroler Patienten, die in Innsbruck und Lienz auf Intensivstationen versorgt werden, haben wir wieder Kapazitäten gewinnen können“, erklärte Landeshauptmann Kompatscher.

Kritische Situation im Trentino

Der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti sprach seinerseit von einer kritischen Situation. Von hundert intensivmedizinischer Krankenhausbetten seien 75 belegt.

Grundsätzlich sind sich die 3 Landeshauptleute einig, dass soziale Kontakte auch weiterhin auf ein Minimum reduziert werden müssen – nur dadurch lasse sich die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen und das Gesundheitssystem aufrechterhalten.

Alle Artikel sowie die Übersichtskarten der Lage in Südtirol, in Italien und weltweit mit allen aktuellen Zahlen in Sachen Coronavirus finden Sie hier.

stol/lpa

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