Die Regierung in Athen müsse noch letzte Reformauflagen erfüllen, dann könne noch im Mai die erste Tranche über 4,2 Milliarden Euro fließen, sagte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem am Montag in Brüssel. Weitere 3,3 Milliarden Euro sollen demnach im Juni folgen. Der Auszahlung der Rettungsmilliarden müssen noch einige nationale Parlamente zustimmen.Mit ihrer Entscheidung folgten die Finanzminister der Euro-Gruppe einer Empfehlung der Gläubiger-Troika aus Europäischer Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF), die Griechenland zuletzt ein gutes Zeugnis für die Sanierung seines Staatshaushalts ausstellte. Dijsselbloem lobte am Montag ausdrücklich die „guten Fortschritte“ in Athen, forderte aber zugleich ein effizienteres Steuersystem, eine Liberalisierung des Arbeitsmarkts und sowie eine weitere Verschlankung des öffentlichen Dienstes.Die Euro-Finanzminister hatten zuletzt Ende April die Auszahlung von 2,8 Milliarden Euro abgesegnet. Grundlage war damals schon der positive Bericht der Troika-Gesandten sowie ein Beschluss der griechischen Regierung, noch mehr Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst abzubauen. Insgesamt wurden Griechenland in zwei Rettungspaketen Hilfen im Gesamtvolumen von 240 Milliarden Euro zugesagt. Im Gegenzug muss das Land Sparprogramme und Strukturreformen umsetzen, deren Fortschritt regelmäßig durch die Geldgeber überprüft wird.apa/afp/dpa