„Sie waren sich einig, dass Deutschland und Italien alles tun werden, um die Eurozone zu schützen“, erklärte der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter am Sonntag.Gemeinsam riefen sie demnach dazu auf, die Beschlüsse des jüngsten EU-Gipfels „rasch“ umzusetzen. Monti werde zudem in der zweiten Augusthälfte nach Berlin kommen.Beide Politiker seien sich bei dem Telefonat am Samstag auch darüber einig gewesen, dass die Schlussfolgerungen des Europäischen Rates vom 28. und 29. Juni so rasch wie möglich umgesetzt werden müssten.Der EU-Gipfel hatte unter anderem beschlossen, dass Länder mit guter Haushaltsführung von den Rettungsschirmen EFSF und dem geplanten ESM unterstützt werden können – beispielsweise durch den Ankauf von Staatsanleihen.Gemeinsamer Appell auch mit HollandeErst am Freitag hatten Merkel und der französische Präsident Francois Hollande eine gleichlautende Erklärung herausgegeben, am Donnerstag hatte EZB-Präsident Mario Draghi die Bereitschaft der Europäischen Zentralbank bekräftigt, „alles Notwendige zum Erhalt des Euro zu tun.“ Er hatte damit Erwartungen geweckt, dass die EZB erneut zu Gunsten der unter Druck geratenen Länder wie Spanien Staatsanleihen aufkaufen könne.Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) begrüßte Draghis Äußerungen, dagegen erklärte die Deutsche Bundesbank, sie lehne den Aufkauf von Staatsanleihen durch die EZB weiter ab.Die EZB hatte erstmals im Mai 2010 Staatsanleihen schlingernder Euroländer aufgekauft, um die Eurozone zu stützen. Kritiker lehnen ein solches Vorgehen jedoch als eine Art der Staatsfinanzierung ab, die der EZB verboten ist. Zu den Beschlüssen des EU-Gipfels von Ende Juni gehört auch die Möglichkeit eines erleichterten Aufkaufs von Staatsanleihen durch die beiden Euro-Stabilisierungsfonds EFSF und ESM.apa/dpa/afp/reuters