„Wir haben es nicht geschafft, die amerikanische Position zu Grönland zu ändern“, sagte der dänische Außenminister Lars Lökke Rasmussen am Mittwochnachmittag (Ortszeit) nach einem Treffen mit US-Spitzenvertretern im Weißen Haus. Es gebe weiterhin eine „fundamentale Meinungsverschiedenheit“ mit den USA. Man werde aber im Gespräch bleiben. <BR /><BR />Die Ansprüche der USA auf die Insel wies er als „inakzeptabel“ zurück. Lökke Rasmussen war in Begleitung der grönländischen Außenministerin Vivian Motzfeld nach Washington gereist. Die Regierung in Nuuk hatte sich zuvor klar zu Dänemark bekannt.<h3> „Militärische Präsenz weiter verstärken“</h3>Während die norwegische Regierung zwei Soldaten nach Grönland schickte, will Deutschland einem Regierungssprecher zufolge mehr als ein Dutzend Aufklärungssoldaten entsenden. „Wir werden unsere militärische Präsenz in Grönland weiter verstärken“, sagte der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen am Mittwoch. „Wir werden aber auch innerhalb der NATO auf mehr Übungen und eine verstärkte Präsenz der NATO in der Arktis drängen.“Dänemark führe mit seinen Verbündeten Gespräche „über neue und verstärkte Aktivitäten im Jahr 2026“ bezüglich Grönland, sagte der dänische Verteidigungsminister Lund Poulsen.<BR /><BR />US-Präsident Donald Trump wischte jedoch den Vorstoß der Europäer zur Verstärkung der NATO-Präsenz in der Arktis vom Tisch. Die NATO-Mitgliedschaft des zum Königreich Dänemark gehörenden Territoriums im Nordatlantik sei kein ausreichender Schutz für Grönland. Alles andere, als dass sich die USA Grönland einverleiben, sei „inakzeptabel“, schrieb Trump in seinem Sprachrohr Truth Social.<h3> „Die USA brauchen Grönland“</h3>„Die Vereinigten Staaten brauchen Grönland zum Zweck der nationalen Sicherheit“, schrieb Trump. Es sei elementar für den Aufbau der geplanten Raketenabwehr Golden Dome. Die NATO solle daher den Weg für eine US-Übernahme der Insel bereiten, so Trump weiter. In Versalien schrieb er: „WENN WIR ES NICHT TUN, WERDEN ES RUSSLAND ODER CHINA MACHEN, UND DAS WIRD NICHT PASSIEREN!“ Das Weiße Haus bekräftigte dies mit einem KI-generierten Bild von zwei Hundeschlitten - einem auf dem Weg in Richtung Weißes Haus, der andere in Richtung China und Russland. Über dem Bild steht die Frage „Welchen Weg?“<BR /><BR />Die NATO könne nur dank der USA eine wirksame Abschreckung entfalten, schrieb Trump und fügte hinzu, das sei sein Verdienst durch die Stärkung der US-Streitkräfte während seiner ersten Amtszeit. Die NATO werde weitaus beeindruckender und effektiv mit Grönland in den Händen der USA, so der Republikaner weiter.