Mittwoch, 24. März 2021

„Europäische Impfstrategie unabdingbar für Befreiungsschlag“

„Nur eine europäische Impfstrategie und ein koordiniertes Vorgehen ermöglichen einen Befreiungsschlag im Kampf gegen die Coronakrise“, unterstrich die Kammerabgeordnete Renate Gebhard im Namen der Südtiroler Volkspartei am heutigen Mittwoch Nachmittag in Rom.

Kammerabgeordnete Renate Gebhard sieht einen europäischen Impfpass „als möglichen Befreiungsschlag“.
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Kammerabgeordnete Renate Gebhard sieht einen europäischen Impfpass „als möglichen Befreiungsschlag“. - Foto: © svp
Im Vorfeld des EU-Gipfels am Donnerstag hat Ministerpräsident Mario Draghi am Mittwoch in der römischen Abgeordnetenkammer über die Themen und Standpunkte der italienischen Regierung berichtet.

„Wir teilen die Ansicht, dass die Europäische Union im Kampf gegen das Coronavirus dringendst an Glaubwürdigkeit zurückgewinnen muss“, nahm die SVP-Fraktionssprecherin Renate Gebhard für die Südtiroler Volkspartei und ihre Kollegen in der Abgeordnetenkammer Manfred Schullian und Albrecht Plangger Stellung.

„Gerade in Bezug auf die Impfungen brauchen wir ein koordiniertes Vorgehen auf europäischer Ebene“, so Gebhard, die dem pragmatischen Ansatz von Ministerpräsident Draghi zustimmte.

Impfpass als möglicher Befreiungsschlag


Einen europäischen Impfpass sieht die SVP in der Abgeordnetenkammer „als möglichen Befreiungsschlag“, so Gebhard. „Es ist der Weg zu einem normalen Alltags- und Arbeitsleben sowie zu einem freien und sicheren Reiseverkehr“, betonte die Südtiroler Parlamentarierin.

Das digitale europäische Impfzertifikat soll geimpften, genesenen und getesteten EU-Bürgern freie Fahrt erlauben, „wobei zweifelsohne die Wahrung des Datenschutzes und der Ausschluss von Diskriminierungen an vorderster Stelle stehen müssen, wie auch Ministerpräsident Draghi in seiner Rede betont hat.“


Impfen, testen und nachverfolgen, so Renate Gebhard weiter, sei auch der einzige Weg, um in dieser schwierigen Situation endlich auch den Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden. Sie begrüßt die Aussage von Ministerpräsidenten Draghi, wonach die Schulöffnungen oberste Priorität haben. Um die psychologischen Auswirkungen abzufedern, sei es höchst an der Zeit, Kinder und Jugendliche aus der Isolation zu holen und ihnen auch einen normalen und geregelten Schulalltag zu ermöglichen.
Auch Julia Unterberger, Vorsitzende der Autonomiegruppe, sprach sich am Mittwoch im Senat für einen europäischen Impfpass aus.

stol