Bevor es allerdings in den Vatikan ging, stand für die Teilnehmenden an den Studientagen eine Reihe politischer Treffen und Diskussionsrunden an. So wurden die EVP-Abgeordneten unter der Führung ihres Fraktionsvorsitzenden Manfred Weber von Roberto Gualtieri, dem Bürgermeister von Rom, empfangen. Danach ging es in einer hochkarätig besetzten Diskussion um Europas Verantwortung in der Weltpolitik.<BR /><BR /> „Bei unseren Diskussionen hat sich wieder einmal klar gezeigt, wie wichtig es ist, dass Europa auch in einer immer fragmentierten werdenden Welt an seinen Grundprinzipien festhält und diese auch gegen Widerstände von innen und außen verteidigt“, so Dorfmann.<BR /><BR />Gerade für die Abgeordneten der EVP interessant gewesen sei zudem die Auseinandersetzung mit der Sicht der Kirche auf die Entwicklung der geopolitischen Lage. Ihr wurde bei den Studientagen breiter Raum eingeräumt. „Wir dürfen nicht vergessen, dass christlich-demokratische Parteien aus ganz Europa das Rückgrat der EVP bilden, die Werte, die wir in unserer Politik verfolgen, also in der christlich-abendländischen Kultur verankert sind“, erklärte der Südtiroler EU-Abgeordnete im Anschluss an die beiden Study Days in Rom.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1306689_image" /></div> <BR /><BR />Höhepunkt des Zusammentreffens der EVP-Vertreter in Rom war eine Audienz bei Papst Leo XIV. am Samstag. „Dass wir unsere Audienz ausgerechnet am 25. April hatten, dem Tag der Befreiung Italiens von Faschismus und Nationalsozialismus, mag ein Zufall sein“, so Herbert Dorfmann, „ich nehme es aber auch als Zeichen dafür, dass wir in der Verteidigung unserer Werte, unserer Rechte, unserer Freiheit und unserer Demokratie nicht nachlässig werden dürfen – weder in Brüssel noch sonst irgendwo, wo Politik gemacht wird“.