Donnerstag, 29. August 2019

Ex-FBI-Direktor Comey gab unerlaubt Informationen weiter

Der von US-Präsident Donald Trump entlassene FBI-Chef James Comey hat einem Untersuchungsbericht zufolge mit der Weitergabe bestimmter Informationen gegen interne Regeln der Bundespolizei verstoßen.

Comey war im Mai 2017 von Trump entlassen worden.
Comey war im Mai 2017 von Trump entlassen worden. - Foto: © APA/AFP

Comey hatte nach seinen 7 Treffen mit Trump jeweils detaillierte Notizen zu den Gesprächen angelegt und eines dieser Memos später über einen Mittelsmann inhaltlich der „New York Times“ zugespielt.

Comey habe mit dem Aufbewahren, dem Umgang und der Verbreitung bestimmter Memos gegen FBI-Regeln und seinen Arbeitsvertrag verstoßen, teilte die Kontrollbehörde des Ministeriums am Donnerstag mit.

Memos waren offizielle Dokumente 

Die Memos seien keine persönlichen Notizen, sondern offizielle FBI-Dokumente gewesen. Comey hätte diese demnach auch nicht ohne weiteres an seine Anwälte weitergeben dürfen.

Die Untersuchung des Vorgangs war von Comeys Nachfolger veranlasst worden. Weil Comey damit aber keine als geheim eingestuften Informationen verbreitet habe, habe das Justizministerium von einer Strafverfolgung abgesehen.

Comey war im Mai 2017 von Trump entlassen worden. Dieser Schritt hatte dazu geführt, dass das Justizministerium den Sonderermittler Robert Mueller einsetzte. 

dpa

stol