Donnerstag, 04. Juni 2020

Ex-US-Präsidenten verurteilen Rassismus

Nach dem Tod das Afroamerikaners George Floyd und den anhaltenden Protesten haben die 4 noch lebenden früheren US-Präsidenten systematischen Rassismus in den USA verurteilt. Jimmy Carter, Bill Clinton, George W. Bush und Barack Obama kritisierten in Stellungnahmen die anhaltende Ungleichheit und die Benachteiligung Schwarzer in den USA.

Kritik von ehemaligen US-Präsidenten an Trump.
Kritik von ehemaligen US-Präsidenten an Trump. - Foto: © APA (Archiv/AFP) / BRENDAN SMIALOWSKI
Bei allen klang auch - mehr oder weniger direkt - Kritik an der Regierung von Präsident Donald Trump mit. Trump hat Floyds Tod mehrfach scharf verurteilt. Ihm wird jedoch vorgeworfen, sich nicht klar gegen Rassismus zu positionieren und nicht genug Verständnis zu zeigen für den Zorn über anhaltende Diskriminierung und Ungerechtigkeit im Land.

Obama sieht die friedlichen Proteste als Chance, Fortschritte im Kampf gegen den „institutionalisierten Rassismus“ in den USA zu machen. Die jüngsten Ereignisse seien eine „unglaubliche Chance“, weil vielen Menschen bestehende Benachteiligungen erstmals bewusst würden.

Kritik an Trump

Der frühere US-Verteidigungsminister James Mattis stellte sich hinter die friedlichen Proteste im Land und kritisierte Trump als Spalter. Er sei der erste Präsident, den er erlebe, der sich nicht darum bemühe, das Land zu einen, sondern seit drei Jahren versuche, das Land zu spalten, schrieb Mattis im US-Magazin „The Atlantic“. „Wir sind Zeugen der Konsequenzen von drei Jahren ohne reife Führung“, schrieb der pensionierte General. Die Ereignisse dieser Woche hätten ihn „wütend und entsetzt“ zurückgelassen, erklärte der 69-Jährige.

apa

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