Auch weil bei Neueinstellungen zwischen Wettbewerb und Dienstantritt beim Land ein Jahr liegt, hat sich Landesrätin Ulli Mair jetzt einen „Turbo“ geholt. Vier externe Mitarbeiter werden ab 1. Juli ausschließlich für die Wohnbauförderung eingesetzt.<BR /><BR />Nach einem Treffen der SVP-Arbeitnehmer (soziale Mitte) mit den Gewerkschaften waren die langen Wartezeiten gestern Thema in der SVP-Leitung. „Wenn Menschen bis zu zwei Jahre warten müssen, ist das einfach zu lang. Familien und junge Menschen brauchen Planungssicherheit. <BR /><BR />Hier besteht dringender Handlungsbedarf“, riskiert Vorsitzende Gabriele Morandell eine kesse Lippe. Lange warten heißt es seit zehn Jahren – und in der letzten Legislaturperiode bekleidete mit Waltraud Deeg eine SVP-Arbeitnehmerin das Amt der Wohnbaulandesrätin.<BR /><BR /> Trotzdem besteht das Problem. „Und ich bin mir dessen bewusst“, sagt Landesrätin Ulli Mair. Mit der Reform Wohnen wurden im Vorjahr radikale Vereinfachungen vorgenommen, wie etwa jene, dass das Vermögen der Eltern oder die Größe einer Wohnung nicht mehr zählen und nicht mehr geprüft werden müssen. Anträge sind seit Februar digital einzureichen, während sie zuvor in Papierform abgegeben und ins System eingetragen werden mussten. <BR /><BR />„Mittelfristig wird sich das positiv auswirken. Hätte man sie früher getroffen, wäre die Situation eine andere“, so Mair. Derzeit liegen beim Land 1.450 Anträge nach dem früheren Beitragssystem ab. Man bearbeitet momentan jene vom September 2024.<h3> Hilfe von außen soll's richten</h3>„Hauptgrund ist die schwerfällige Stellenbesetzung beim Land“, so Mair. Zwischen Wettbewerb und Dienstantritt vergeht ein Jahr. Derzeit sind im Amt für Wohnbauförderung 8,3 von 26 Stellen unbesetzt. Im Vorjahr erfolgte der Wettbewerb zur Besetzung von 7,4 Vollzeitäquivalenten. Allerdings treten die ersten zwei Mitarbeiterinnen ihre neue Stelle erst im September bzw. Oktober an. Der Rest folgt.<BR /><BR />Deshalb greift Mair jetzt auf Hilfe von außen zurück. Mit 1. Juli nehmen vier Mitarbeiter einer externen Dienstleistungsfirma ihre Tätigkeit auf. Diese greift dem Land bereits beim Callcenter für einfache Fragen zur Wohnbauförderung unter die Arme. Die Beauftragung erfolgt über die Informatikabteilung.<BR /><BR /> Die externen Mitarbeiter sind ausschließlich für die Aufarbeitung noch offener Gesuche zuständig. Damit hofft man, die Wartezeit zu senken. Neben den 1.450 „alten“ Ansuchen sind seit Februar nämlich Hunderte neue Gesuche nach dem neuen Beitragssystem eingereicht worden.