Donnerstag, 05. Januar 2017

Fabi: „Ich war dumm, aber nicht blöd“

Bis 6. Dezember 2016 war er in „Halbpension“ - wie Andreas Fabi seinen eineinhalbjährigen, unfreiwilligen, unbezahlten Wartestand bitter nannte - nun ist der Ex-Generaldirektor des Sanitätsbetriebs seit einem Monat wirklich in Pension. Im Tagblatt „Dolomiten“ wirft er einen Blick zurück auf ein schwieriges, nervenaufreibendes Jahr 2016.

Bis 6. Dezember 2016 war er in „Halbpension“, nun ist der Ex-Generaldirektor des Sanitätsbetriebs seit einem Monat wirklich in Pension.
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Bis 6. Dezember 2016 war er in „Halbpension“, nun ist der Ex-Generaldirektor des Sanitätsbetriebs seit einem Monat wirklich in Pension. - Foto: © D

„Dolomiten“: Herr Fabi, ein neues Jahr hat begonnen, Sie sind in Pension. Nach Verfahrensende vor dem Arbeitsgericht meinten Sie: Bitterkeit ist geblieben. Ist diese jetzt verflogen?
Andreas Fabi: Das nervenaufreibende Jahr ist passè, aber eine gewisse Bitterkeit ist geblieben vor allem wegen persönlicher Enttäuschungen. Denn es gab ganz klare Abmachungen. Abmachungen, die auf höchster Ebene nicht eingehalten wurden. Ich hätte nie im Traum daran gedacht, dass man sich auf Leute wie den Landeshauptmann oder Landesrätin Stocker nicht verlassen kann. Menschliche Enttäuschung deshalb, weil für mich Ehrlichkeit, Korrektheit, ein Handschlag und das Einhalten von Versprechen selbstverständlich sind.

„D“: Wurden sie Opfer Ihrer Gutmütigkeit und Gutgläubigkeit?
Fabi: Ich war insofern dumm, als dass ich mich auf die Abmachungen  verlassen habe. Und wenn man sich auf Landeshauptmann und Landesrätin nicht mehr verlassen kann, weiß ich auch nicht mehr. Ich war zwar dumm, aber nicht blöd.

D/lu

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Lesen Sie das ausführliche Interview von „Dolomiten“-Redakteurin Luise Malfertheiner in der Donnerstagsausgabe des Tagblatts. 

stol