Dienstag, 08. Januar 2019

Facharztausbildung: Erklärung unterzeichnet

Die Wiederaufnahme der Facharztausbildung nach österreichischem Modell in unseren Krankenhausabteilungen ist eine bedeutende, zukunftsweisende Errungenschaft, die eine qualitativ hochwertige und praxisnahe Ausbildung unserer Jungärzte unter sicheren Rahmenbedingungen garantiert.

Mit einer gemeinsamen Erklärung wurden am Dienstag die Rechtslage und weitere Vorgehen festgehalten. - Foto: DLife
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Mit einer gemeinsamen Erklärung wurden am Dienstag die Rechtslage und weitere Vorgehen festgehalten. - Foto: DLife

Bei einer Tagung haben sich am Dienstag interessierte Primare und künftige Tutoren über Inhalte und Abläufe der Facharztausbildung nach österreichischem Modell informiert. Die gesetzlichen und arbeitsrechtlichen Voraussetzungen für die Wiederaufnahme dieses Ausbildungsmodells waren in den vergangenen Monaten erarbeitet worden.

Start Anfang Jänner

Im Zuge dessen wurde eine gemeinsame Erklärung von Vertretern der Landesregierung, des Südtiroler Gesundheitswesens und der Österreichischen Ärztekammer unterzeichnet. Innerhalb Jänner wird der Südtiroler Sanitätsbetrieb das entsprechende Auswahlverfahren starten.

Die Wiederaufnahme führe unterschiedliche Erfahrungswerte und Kulturen zu einem qualitativ hochwertigen Ausbildungsmodell für Südtirols Jungärzte zusammen, hob der Landeshauptmann hervor.

Für die österreichische Seite hatten der Präsident der Österreichischen Ärztekammer Thomas Szekeres, der Präsident der Tiroler Ärztekammer Artur Wechselberger und der Österreichische Ärztekammeramtsdirektor Johannes Zahrl, der heute stellvertretend für Szekeres und Wechselberger in Bozen anwesend war, die Erklärung vorab unterzeichnet.

Auch der Beitrag „Südtirol Heute“ hat über das Thema berichtet.

3 Fachrichtungen starten in Kürze, weitere folgen

Die Ausbildungen in den Bereichen Orthopädie/Traumatologie, Innere Medizin und Allgemeine Chirurgie können damit voraussichtlich in wenigen Monaten in den akkreditierten Abteilungen der Südtiroler Krankenhäuser beginnen.

Bis Ende Jänner 2019 soll das entsprechende Auswahlverfahren durch den Sanitätsbetrieb abgeschlossen werden, bisher gab es dafür bereits zahlreiche Bewerbungen in allen 3 Fachbereichen.

Pädiatrie, Psychiatrie und Urologie könnten folgen

Auf Anfrage des Sanitätsbetriebes sollen die Ausbildungsplätze in absehbarer Zeit auch auf weitere Bereiche ausgebaut werden, Gespräche diesbezüglich laufen bereits für die Fachrichtungen Pädiatrie, Psychiatrie und Urologie. Dafür bedarf es noch der positiven Bewertung der Ausbildungscurricula durch die Österreichische Ärztekammer.

Die Facharztausbildung nach österreichischem Modell erfolgt in einem gesetzlichen Rahmen, der vom italienischen Gesundheitsministerium aufgrund einer Verbalnote zwischen Österreich und Italien anerkannt wird. Insgesamt 80 der 107 Abteilungen der Südtiroler Krankenhäuser wurden vom zuständigen Ministerium in Rom bereits für diese Ausbildung akkreditiert. Diese war eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Anerkennung der Facharztausbildung vonseiten der Österreichischen Ärztekammer.

stol/lpa

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