Jedes Jahr finanziert das Land Südtirol Ausbildungsplätze für angehende Fachärzte an italienischen Universitäten sowie an zahlreichen Kliniken und Einrichtungen in Österreich und Deutschland.<BR /><BR /> Jungärzte, die einen solchen Ausbildungsplatz beanspruchen, absolvieren 4 Monate pro Jahr in Einrichtungen des Südtiroler Sanitätsbetriebes und verpflichten sich dazu, nach ihrer Facharztausbildung für mindestens 4 Jahre im Südtiroler Sanitätsbetrieb zu arbeiten. „Wir haben prognostiziert, dass dem Südtiroler Sanitätsbetrieb bis zum Jahr 2023 mehr als 400 Fachärzte fehlen werden“, erklärt Gesundheitslandesrat Thomas Widmann.<BR /><BR />Durch die Facharztausbildung in akkreditierten Einrichtungen würden die Studierenden den Sanitätsbetrieb während ihrer Ausbildung kennen lernen und in Zukunft, so das Ziel des Landesrates, dem Land als Ärztinnen und Ärzte erhalten bleiben.<BR /><BR />An der Universität Verona absolvieren derzeit 58 Ärzte ihre Facharztausbildung. Mit dem Beschluss der Landesregierung wird das Ausbildungsnetz der Universität Verona um 3 komplett akkreditierte und 4 teil-akkreditierte Organisationseinheiten erweitert.<BR /><BR /> Der Liste neu hinzugefügt wurden: Organisationseinheit Infektionskrankheiten, Intensivtherapie I und II am Krankenhaus Bozen, Organisationseinheit Hals-Nasen-Ohren und Innere Medizin - Interdisziplinäre Onkologie des Krankenhauses Brixen, Rheumatologie und innere Medizin des Krankenhauses Sterzing sowie die Kardiologie am Krankenhaus Meran.<BR /><BR />Insgesamt sind nun 32 Abteilungen, 71 Einrichtungen und neun ergänzende Einrichtungen über die Universität Verona akkreditiert oder teilakkreditiert.<BR /><BR />Insgesamt befinden sich derzeit an den verschiedenen Standorten in Österreich, Deutschland und Italien 107 Ärzte in Facharztausbildung mit Landesstipendium. Weitere 94 absolvieren eine grenzüberschreitende Facharztausbildung in den Abteilungen der Krankenhäuser des Südtiroler Sanitätsbetriebes nach dem sogenannten österreichischem Modell.