Freitag, 31. Januar 2020

Fachkräftemangel in Sozialberufen: Maßnahmen gefordert

In einer Presseaussendung betont der Landesverband der Sozialberufe, dass auch dieses Berufsfeld mit Fachkräftemangel konfrontiert sei und fordert konkrete Maßnahme wie eine bessere Entlohnung.

Auch in Sozialberufen kommt es zu Fachkräftemangel.
Badge Local
Auch in Sozialberufen kommt es zu Fachkräftemangel. - Foto: © shutterstock

Der Fachkräftemangel ist derzeit in aller Munde und es vergeht kaum ein Tag, in dem nicht mit Aussagen über die gravierende Arbeitsmarktsituation, die durch den Mangel an Fachkräften entsteht, informiert wird“, betont Marta Wohlgemuth, die Geschäftsführerin des Landesverbandes der Sozialberufe in einer Presseaussendung.


„Den Fachkräftemangel gibt es auch in der Betreuung und Pflege, aber die wichtige und zentrale Frage wird kaum gestellt und lautet, wieso ist das so?“, heißt es in der Presseaussendung.

Der Landesverband der Sozialberufe richtet dabei den Fokus auf die Sozialberufe mit Fach-bzw. Berufsausbildung. „Denn es gibt neben der demographischer Entwicklung und den Babyboomern die in Pension gehen, auch noch andere Hintergründe über die wir reden müssen“, Marta von Wohlgemuth.

Dazu gehören etwa die Lohngerechtigkeit und die Rahmenbedingungen für ältere Mitarbeiterinnen, „denn ältere Mitarbeiterinnen bringen ein großes Erfahrungspotential ein“, heißt es in der Presseaussendungen. Attraktivere Arbeitsbedingungen und Investitionen in die Ausbildung seien weiteren Themen, über die man diskutieren müssen.

„Das Bild des Sozialberufes muss sich verändern, weg von sozialromantischen Bildern, hin zu einer realistischen Darstellung des Sozialberufes. Mit dem Ziel die Sozialberufe auch für die Besten attraktiv zu machen“, so von Wohlgemuth.

Die Lohngerechtigkeit sei dabei ein sehr zentrales Thema. „Eigentlich müsste der Mangel an Fachkräften zumindest einen für die Beschäftigten vorteilhaften Effekt haben, nämlich steigende Löhne. Knappheit der Löhne ist ein zuverlässiger Indikator, um Engpässe am Arbeitsmarkt zu messen und wenn es tatsächlich einen Fachkräftemangel gibt, müssten die Reallöhne viel stärker steigen“, erklärt der Landesverband für Sozialberufe. Aber dem sei immer noch nicht so. „Das muss sich ändern, denn ohne eine gerechte Entlohnung für die in der Betreuung und Pflege Beschäftigten wird die Attraktivität dieser Fachberufe nicht nachhaltig steigen“, betont von Wohlgemuth abschließend.

stol