Donnerstag, 23. Juli 2015

Familiengeld fließt künftig nur noch aus dem Landestopf

Wie hoch darf die Einkommensgrenze sein, wie viel gibt es an Beitrag? Das ist die Frage beim regionalen Familiengeld, die das Land künftig eigenständig beantworten kann. Dem Übergang der Kompetenzen wurde am Donnerstag zugestimmt. Die neuen Richtlinien sind voraussichtlich ab 2017 gültig.

Das Familiengeld wird künftig im Land geregelt und ausbezahlt.Foto LPA
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Das Familiengeld wird künftig im Land geregelt und ausbezahlt.Foto LPA - Foto: © shutterstock

Eines vorneweg: Bis die Richtlinien in Kraft treten wird das Familiengeld in der bisherigen Form ausbezahlt. Für 2015 beträgt die geplante Gesamtausgabe für das Landesfamiliengeld und die staatlichen Leistungen rund 37 Mio. Euro sowie 36 rund Mio. Euro für das regionale Familiengeld.

Nun zu den Neuerungen: Die Regionalregierung hat am Donnerstag den Übergang der Kompetenzen hierfür beschlossen. "Dies ermöglicht uns, die familienpolitischen Maßnahmen besser aufeinander abzustimmen, die Mittel gezielter einzusetzen und die Beitragsabwicklung zu vereinfachen", freut sich Familienlandesrätin Waltraud Deeg.

Einfacher beantragen

Die Einkommensgrenzen und die Beiträge zum regionalen Familiengeld werden künftig nicht mehr von der Region, sondern von den Autonomen Provinzen Bozen und Trient entsprechend der zur Verfügung gestellten Mitteln festgelegt. Die Gelder kommen auch weiterhin von der Region.

Durch die Neuregelung könne auch das Verfahren zur Beantragung und Auszahlung der Beiträge vereinfacht werden, betont Familienlandesrätin Waltraud Deeg. 

Der von der Regionalregierung genehmigte Gesetzesentwurf muss noch vom Regionalrat (der am Donnerstag kaum beschlussfähig war - STOL hat berichtet) verabschiedet werden. Danach werden die Kriterien für die Auszahlung des Familiengeldes an die neue gesetzliche Regelung angepasst.

stol

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