Dienstag, 17. Mai 2016

"Familienpolitik breit aufstellen"

"Es ist gut, wenn sich die römische Regierung für die Familienpolitik öffnet", so Landesrätin Waltraud Deeg zur aktuellen Diskussion rund um den Baby-Bonus.

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Foto: © shutterstock

Allerdings müsse der Staat sich dazu durchringen, mehr Maßnahmen für Familien aufzulegen. "Familienpolitik muss breit aufgestellt sein", bemerkt Deeg. "Neben direkter finanzieller Unterstützung brauchen Familien auch Maßnahmen zur Bildung, Stärkung und Begleitung sowie strukturelle Voraussetzungen wie Kinderbetreuungseinrichtungen und Angebote für die Sommer- und Nachmittagsbetreuung, welche die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen." 

Neben dem Baby-Bonus gebe es viele weitere Möglichkeiten, Familien zu unterstützen, wie etwa Steuersplitting für Familien, höherer Freibeträge für zu Lasten lebende Kinder, Absetzmöglichkeiten für Investitionen in Familien wie ansatzweise schon im Stabilitätsgesetz vorgesehen, Arbeitsplatzgarantie und nicht zuletzt die rentenmäßige Anerkennung der Erziehungszeiten.

"Jene europäische Länder, die neben der Sozialpolitik eine aktive Familienpolitik betreiben, weisen eine deutlich höhere Geburtenrate auf", weist Deeg auf die  gesamtgesellschaftlichen Zusammenhänge hin. Auf Landesebene seien im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten bereits einige familienunterstützende Maßnahmen umgesetzt worden. "Der große Wurf gelingt aber erst, wenn der Staat die Rahmenbedingungen für die Familien verbessert", meint die Familienlandesrätin.

lpa

stol