Donnerstag, 7. April 2022

Familienpolitik-Reform steht: Senat stimmt dafür

Der „Family Act“, ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Unterstützung von Familien mit Kindern, ist am Mittwoch vom Senat in Rom mit 193 Ja-Stimmen, 10 Gegenstimmen und 15 Stimmenthaltungen endgültig gebilligt worden.

Für SVP-Senatorin Julia Unterberger sind die Maßnahmen nicht ausreichend: Ein Gleichgewicht zwischen den Partnern würde dadurch nicht hergestellt. - Foto: © shutterstock

Das Paket sieht eine breite Reform der italienischen Familienpolitik und eine Rationalisierung der Stützungsmaßnahmen für Eltern vor, sowie Förderungen für berufstätige Mütter.

Das Paket, das Familiengeld bis zur Volljährigkeit, Förderung der weiblichen Erwerbstätigkeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf vorsieht, war bereits im November von der Abgeordnetenkammer abgesegnet worden. Mit der Regelung des Kindergeldes soll Klarheit in das bisher unübersichtliche System an verschiedenen familienpolitischen Leistungen gebracht werden. Das Kindergeld wird vom siebten Monat Schwangerschaft bis zur Volljährigkeit jedes einzelnen Kindes ausgezahlt. Bei einem behinderten Kind sind keine Altersgrenzen vorgesehen.

Beiträge für Gebühren von Kindergärten

Geplant sind hinzu Beiträge für die Zahlung von Kinderkrippen und Kindergärten. Erstmals wird auch die Familienmediation aufgenommen, die noch in das Scheidungsrecht integriert werden soll. „Gleichstellung beginnt zu Hause in der Familie: Es ist positiv (...), dass dieser Grundsatz im ,Family Act‘ ganz klar verankert ist. Ziel ist, ein Gleichgewicht zwischen den Partnern, etwa bei der Aufteilung der Haushaltsarbeit und der Kinderbetreuung, herzustellen. Die Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen, sind jedoch unzureichend. Es werden in der Elternzeit weiterhin nur 30 Prozent des Gehalts bezahlt“, kritisierte die SVP-Senatorin Julia Unterberger.

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