Sie kenne einige Kindergärtnerinnen, die bereit wären, im Sommer im Kindergarten zu arbeiten – dafür sollten sie die Möglichkeit erhalten, beispielsweise zwei Wochen Urlaub im März zu nehmen, meint Mitterrutzner.<BR /><BR />Viele Kindergärtnerinnen haben keine Familie oder Kinder, die nicht mehr im schulpflichtigen Alter sind, berichtet <b>Angelika Mitterrutzner</b>. Ihr sei klar, dass sie mit ihrem Vorschlag in ein Wespennest der Gewerkschaften steche. Aber der Kindergarten sollte endlich flexibler werden. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1309275_image" /></div> <BR />Der Vorteil eines flexibleren Umgangs mit den Urlaubszeiten der Kindergärtnerinnen sei, dass damit der Kindergarten länger als nur bis Mitte Juni offen halten könnte. Auch den Freitagnachmittag könnte man dann im Kindergarten wieder abdecken – bisher ende der Kindergarten freitags zur Mittagszeit. <BR /><BR />Die KFS-Vorsitzende spricht sich weiters dafür aus, „dass die Kinder nicht von einer Ferienbetreuungswoche in die nächste geschoben werden und dann auch die Betreuer häufig wechseln.“ Damit müssen sich die Kinder immer wieder an neue Personen gewöhnen, kritisiert Mitterrutzner. <BR /><BR />Es brauche ein Umdenken, „weil sich die gesellschaftlichen Ansprüche im Kindergarten- und Bildungsbereich verändert haben“. Eltern berichten, dass sie in der Kindertagesstätte sehr viel mehr Flexibilität haben, erläutert die KFS-Vorsitzende. „Die Kita ist das ganze Jahr über geöffnet – Kinder können dort in der Früh früher hingebracht und am Nachmittag später abgeholt werden. Mit drei Jahren kommen die Kinder dann in den Kindergarten und dann sind sie in dieses starre, unflexible System eingebunden.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1309278_image" /></div> <BR /><BR />Landeskindergartendirektorin <b>Helena Saltuari</b> schreibt dazu – via Mail: „Selbstverständlich wurde auch diese Möglichkeit den Sommer zu überbrücken bereits geprüft. Für das Kindergartenpersonal gilt - wie für das Schulpersonal - der Schulkalender. Der Sommer ist entgegen der sich hartnäckig haltenden Meinung für die PädagogInnen und Lehrpersonen keine reine Freizeit, sondern die entsprechenden Stunden werden über das Bildungsjahr verteilt, notwendig und zusätzlich zur direkten Bildungsarbeit mit den Kindern geleistet.“<BR /><BR />Der Kindergarten sei aktuell darum bemüht, über die reguläre Bildungszeit hinaus, das zusätzliche Angebot der verlängerten Öffnungszeit am Nachmittag auszubauen. „Auch das kann in Zeiten des Fachkräftemangels nur über flexible Arbeitszeitmodelle und zusätzliche Ressourcen gelingen“, meint Saltuari. „Die Arbeiten dazu laufen in Kooperation aller drei Sprachgruppen und Gewerkschaften bereits auf Hochtouren. Als erste Bildungseinrichtung vor der Schule ist der Kindergarten kein Betreuungsdienst und unterscheidet sich in Ausbildung und Auftrag von den Kinderbetreuungsdiensten. Um die heterogenen Bedürfnisse der Familien ganztägig, auch über das Kindergartenjahr hinaus bestmöglich zu stützen, braucht es im Sommer stabile, verlässliche Angebote der Kinderbetreuungseinrichtungen und -dienste, sowohl für Kindergarten- als auch für Schulkinder. Nur in Ergänzung wird eine qualitätvolle, ganztägige und ganzjährige Begleitung von Kindergarten- und Schulkindern gelingen“, schreibt Saltuari.