In mehreren Postings in den sozialen Medien hatte Knoll an die Sprengungen der Strommasten erinnert. Seiner historischen Auffassung zufolge sei die Feuernacht vom 11. auf den 12. Juni 1961 „mehr als eine Reihe von Anschlägen auf Strommasten und Staatssymbole“ gewesen. Vielmehr habe es sich um einen Aufschrei der Freiheit, einen Hilfeschrei und ein Zeichen des Widerstandes gegen den Staat gehandelt. „Wir verneigen uns vor den Freiheitskämpfern. Vor ihrem Mut, ihrer Entschlossenheit und ihren Opfern. Ihr Vermächtnis ist unser Auftrag“, betont Knoll. <BR /><BR />Es dauerte nicht lange, bis Alessandro Urzì diese Position in einer deutschsprachigen Verlautbarung verurteilte. Darin bekräftigt er zum einen seine eigene, in Teilen heftig kritisierte Aussage, wonach „die Terroristen verloren und wir gewonnen haben“, mit dem präzisierenden Zusatz, dass er mit den Gewinnern jene Menschen meinte, die „an republikanische Werte, gegenseitigen Respekt und Autonomie glauben“. Diese Aussage hatte sich auf den Tod von Josef Fontana bezogen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1324179_image" /></div> <BR /><BR />„Heute fühlt sich Sven Knoll legitimiert, ihm zu danken, dass er Gewalt angewendet, getötet und zerstört hat. Wenn die Süd-Tiroler Freiheit das Gefühl hat, dies zu sagen, dann deshalb, weil sich offensichtlich zu viele hinter einer falschen Erzählung verstecken“, schreibt Urzì. Und weiter: „Wir alle müssen den Mut haben, eine gemeinsame Front gegen die Verherrlichung des Terrorismus zu führen.“ <BR /><BR />In einer weiteren Erklärung lässt Urzì wissen, dass er in dieser Sache bereits eine Beschwerde und Anfrage an die Minister Matteo Piantedosi und Antonio Tajani vorbereitet habe. <BR /><BR />Auch Landesrat Christian Bianchi (Forza Italia) meldete sich zum Thema zu Wort. Laut Bianchi stelle das Plakat „einen schwerwiegenden politischen und institutionellen Vorfall dar“, der von sämtlichen demokratischen Kräften verurteilt werden müsse.