Freitag, 26. Juni 2015

Feuerwehr Waidbruck: Der Zank geht in die nächste Runde

Nein, das Feuer lässt sich auch nach wie vor nicht löschen. Denn die Waidbrucker Feuerwehr darf künftig auch trotz ausgeräumter Hindernisse nicht ausrücken.

Trotz genehmigtem Haushalt darf die Waidbrucker Wehr nach wie vor nicht ausrücken.
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Trotz genehmigtem Haushalt darf die Waidbrucker Wehr nach wie vor nicht ausrücken.

Der Fall ist schon einzigartig in Südtirol. Als Krönung des seit Jahren schwelenden Streites zwischen der Freiwilligen Feurerwehr Waidbruck und der Gemeinde hatte Landesrat Arnold Schuler die Wehr letztendlich aus allen Alarmplänen streichen lassen (STOL hat berichtet).

Der Grund war immer derselbe und seit geraumer Zeit Streitpunkt zwischen den lokalen Gemeinderäten der Freiheitlichen und der SVP: Ein fehlender Haushalt der Feuerwehr. Dieser wiederum fehlte aufgrund einer beanstandeten Abschlussrechnung aus dem Jahr 2013. 

Abschlussbericht abgesegnet

Diese Problem ist man nun zwar los, denn bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend passierte, was bislang unmöglich schien: Die bislang beanstandete Abschlussrechnung und der Haushaltsvoranschlag der Feuerwehr Waidbruck wurden genehmigt.

Wie es dazu kam: Die Freiheitlichen "Ja-Sager" waren in der Überzahl, da fünf der acht SVP-Räte und bisherigen "Nein-Sager" bei der Sitzung fehlten. Somit hat die Feuerwehr einen Teilerfolg errungen. 

Widerruf der Beauftragung der Klausner Wehr scheitert

Ganz ausgestanden ist die Sache dennoch nicht. Denn: Bei der Abstimmung zum Widerruf des Beschlusses des Gemeinderates, wonach der Zivilschutz in Waidbruck mit 21. Januar 2016 von der Feuerwehr Klausen übernommen werden soll (STOL hat berichtet), verließen zwei SVP-Räte aus Protest den Sitzungssaal.

Damit war der Gemeinderat nicht mehr beschlussfähig, die Sitzung wurde beendet.

Bürgermeister Oswald Rabanser sprach von einer Vereinbarung mit der Feuerwehr, die man nun suchen werde.

stol

stol