Am Mittwoch traf er den Chef der christdemokratischen Oppositionspartei UDC, Pier Ferdinando Casini, und den Vorsitzenden der Zentrumspartei Alleanza per l’Italia (API), Francesco Rutelli. Gemeinsam wollen die drei Politiker eine Föderation von Zentrumsparteien bilden, der sich auch die süditalienische Autonomiebewegung MPA (Movimento per l’Autonomia) anschließen will.Bündnis soll "Polo della Nazione" heißen Die neue Zentrumsallianz soll den Mitte-Rechts-Wählern eine Alternative zu Berlusconis Block bieten. Einen Namen gibt es bereits: "Polo della Nazione". „Wir werden im Parlament zusammenarbeiten“, kündigte der Fini-Anhänger Adolfo Urso am Mittwoch in Rom an. 100 Parlamentarier hätten bereits ihr Interesse bekundet. "Wir wollen verantwortungsvolle Oppositionsarbeit leisten", so Urso. Mit der Gründung der Föderation will Fini seine Partei stärken, die deutlich geschwächt aus der Misstrauensabstimmung in der Abgeordnetenkammer hervorgegangen ist. Drei Parlamentarier, Silvano Moffa, Maria Grazia Siliquini und Catia Polidori, verließen am Mittwoch Finis FLI und schlossen sich der gemischten Fraktion in der Abgeordnetenkammer an. Polidori und Siliquini hatten den Parteirichtlinien getrotzt und für die Regierung gestimmt, Moffa hatte sich der Stimme enthalten.Berlusconi: "Bündnis hat keine Zukunft" Regierungschef Silvio Berlusconi scheint sich keine Sorgen zu machen über das neue Bündnis. Dennoch reagierte er verärgert: "Der Polo hat keine Zukunft. Fini und Mitte-Links sind gescheitert", so Berlusconi, der außerdem unterstrich, dass bereits zahlreiche Parlamentarier ihm die Zusammenarbeit angeboten hätten. joi/apa